The Legendary Dragon – Der Letzte seiner Art (GB/CN 2013)

the-legendary-dragonFamilienfreundliche Kanthölzer: Im Monsterfilm „The Legendary Dragon – Der Letzte seiner Art“ treten die B-Action-Haudegen Dolph Lundgren und Scott Adkins nach „The Expendables 2“ und „Universal Soldier: Day of Reckoning“ erneut gemeinsam auf. Der Grund für den Ausflug ins jugendfreie Fach liegt in einer Knieverletzung Adkins’ begründet, der während der Heilungsphase trotzdem den Unterhalt für Haus, Hof und Fuhrpark aufbringen musste. Statt geschwungener Fäuste und verbogener Knochen nun also Dialoglast und die Jagd auf ein unbekanntes Wesen. Das kann angesichts der beschränkten darstellerischen Fähigkeiten der beiden Prügel-Prinzen eigentlich nur nach hinten losgehen.

Doch das von Eric Styles („Miss Conception“) verantwortete und mit britischen und chinesischen Geldern finanzierte Öko-Abenteuer funktioniert ganz passabel. Nur sollte man seine Erwartungen nicht sonderlich hoch hängen. Das gilt übrigens auch für den titelgebenden Drachen – im Original ist der Streifen mit „Legendary: Tomb of the Dragon nicht weniger kryptisch überschrieben –, der sich als unbekannte Mischung aus Reptil und Amphibie entpuppt. Vom Baumaschinenlärm eines Pipeline-Bauprojektes angelockt, unterbindet das riesenhafte Geschöpf den planmäßigen Fortschritt durch Attacken auf die Arbeiterschaft. Um der mysteriösen Kreatur auf die Spur zu kommen, engagiert Anwalt Doug McConnel (James Lance, „No Heroics“) den Kryptozoologen Travis Preston (Adkins).

Der reist mit Doug und seinem Team nach China, muss vor Ort jedoch feststellen, dass ihm Widersacher Harker (Lundgren) zuvorgekommen ist. Der skrupellose Jäger, der im Gegensatz zu Travis nicht an der Erhaltung der raren Spezies interessiert ist, hat den Baubetreibern seine Dienste umsonst angeboten und legt dem Konkurrenten Steine in den Weg, wo immer er kann. Doch Travis spürt das Tier, eine Art Riesen-Leguan, mit Sonar im nahen Seegebiet auf und folgt ihm in dessen Höhle. Der Sieg des ökologischen Gewissens allerdings wird neuerlich durch Harker bedroht, der sich mit Flinte und Söldnergefolge an die Fersen der Gutmenschen geheftet hat.

Positiv hervorzuheben bleibt, dass die Kreatur nicht als klassisch fieses Monster figuriert wird, sondern allein aus Gründen der Revierverteidigung zur Gefahr wird. Die darum gesponnene Gegenüberstellung von Gut und Böse, Umweltschützer und -frevler, könnte jedoch kaum naiver ausfallen. Das simple, ursprünglich in 3D gedrehte Abenteuer lehnt sich bei den sporadischen Attacken an gängige Formeln des Tier-Horrors an, bleibt als Variation der Loch Ness-Legende insgesamt aber zu harmlos. Dass der Mensch immer noch das (potenziell) größte Untier ist, hätten wir auch ohne die mäßigen Darbietungen von Lundgren und Adkins gewusst. Aber die Computertricks sind weitgehend über Durchschnitt und bei der Stange hält der Plot auch ohne Pfiff und individuelle Klasse. Es gibt Tage, an denen das einfach genügt.

Wertung: (4,5 / 10)

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