Shark Lake (USA 2015)

shark-lakeEin B-Action-Recke auf Abwegen: In „Shark Lake“ poliert Dolph Lundgren („The Expendables“) zur Abwechslung mal nicht die Fressen von kriminellem Gezumpel, sondern bekommt es im amerikanischen Hinterland mit Killerfischen zu tun. Jawohl, der standhafte Schwede wird vom Einerlei des Tier-Horrors vereinnahmt. Was Arges befürchten lässt, entpuppt sich allerdings als noch weit unerträglicher. Denn die von Jerry Dugan gefertigte Billigproduktion hat auf der Habenseite nichts, aber auch wirklich gar nichts zu bieten. Nicht einmal unbedarft trashigen Charme.

Lundgren ist Clint Gray, der am idyllischen Alpine Lake den Handel mit exotischen und bedrohten Tierarten abwickelt. Doch es regen sich Zweifel an seiner Unbescholtenheit, so dass ihm der Sheriff mit Deputy Meredith Hernandez (Sarah Lane) auf den Zahn fühlt. Da Clint aber einen im Transporter verpackten Bullenhai abliefern soll, wagt er die Flucht. Nur kommt er dabei von der Straße ab und landet samt Van im See. Er wird verhaftet, der (wie sich später zeigt trächtige) Hai entkommt unbemerkt, Tochter Carly (Lily Brooks O’Briant) wird dem Jugendamt übergeben. So weit, so belanglos. Fünf Jahre später hat Clint seine Haftstrafe verbüßt und wird auf freien Fuß gesetzt.

Meredith, die sich der kleinen Carly angenommen hat, blickt diesem Tag mit gemischten Gefühlen entgegen und würde ihn am liebsten gleich wieder hinter Gittern sehen. Angefressene Leichen verlangen jedoch ihre Aufmerksamkeit und mit dem zufällig in der Gegend weilenden Ozeanographen Peter Mayes (Michael A. Milligan, „V/H/S Viral“) geht sie der Sache nach. Clint, der eigentlich sauber bleiben will, soll den Hai auf Geheiß seines alten Auftraggebers Don (spielte mit Lundgren u.a. auch in „Command Performance“: James Chalke) fangen, um Carly zu schützen. Die wiederum schleicht sich auf das väterliche Boot, so dass Meredith an eine Entführung glaubt und… ach lassen wir das.

Statt auf Horror zu setzen, regieren verkitschte Familienprobleme die Plotte. Das führt zu einer Vielzahl zäher Füllszenen, die von sinnfreien Einschüben am Strand feiernder junger Menschen ergänzt werden. Der Bodensatz wird allerdings mit den lächerlich schlechten CGI-Haien erreicht – und Peters immerhin drollig behämmertem Kampf mit einem statisch passiven Exemplar im See. Am Ende darf natürlich auch Meredith von Clints Läuterung überzeugt werden, so dass sich sämtliche Probleme (vor allem Don) buchstäblich in Luft auflösen. So hat dies mies zusammengeklaute Klischee-Potpourri außer Plattheit und Ereignisarmut nichts zu bieten. Dolph Lundgren sollte lieber beim hergebrachten Fressepolieren bleiben.

Wertung: (2 / 10)

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