The (International) Noise Conspiracy – Armed Love (2004, Burning Heart Records)

t(i)ncarmedlove„All we ever wanted was just everything. All we ever needed was just everyone. This is a small demand – it’s a small demand. Yeah Baby, I can’t believe we are grateful for the shit we receive…” – ‘A Small Demand’

Mit einem wahren Paukenschlag melden sich Dennis Lyxzén und seine Mannen der (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY drei Jahre nach ihrem ausgewachsenen Meilenstein „A New Morning, Changing Weather” zurück und reihen mit „Armed Love” ein weiteres großartiges Werk in die Riege ihrer Veröffentlichungen ein. Dass die Band ihre Ambitionen bei den Arbeiten zum dritten Langspieler merklich in die Höhe geschraubt hat, verdeutlicht allein die Zusammenarbeit mit dem legendären amerikanischen Erfolgsproduzenten Rick Rubin (BEASTIE BOYS, RED HOT CHILLI PEPPERS). Und dieser macht seinem Ruf alle Ehre und bettet das Liedgut der fulminanten Schweden in ein Klangspektrum epochalen Ausmaßes.

Druckvoll, wuchtig und doch immer in geschmeidiger Bodennähe entfalten sich die 10 auf „Armed Love” intonierten Songs. Die wohligen Funkeinflüsse des Vorgängers werden stark gedrosselt, eher sporadisch finden Harmonika, Keyboard, Percussion und Saxophon Anklang in der musikalischen Bandbreite des Albums. So hält die Band die stilistische Balance zwischen „Survival Sickness” und „A New Morning, Changing Weather”, präsentiert sich jedoch inhaltlich ausgewogener und komplexer. Die beizeiten überrumpelnde sozialistische Ideologie weicht subtileren Transmissionierungen, ellenlange Abhandlungen politischer Themenbereiche vereinzelten Schlagwörtern.

So machen es THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY den Kritikern ihres Kontextes leichter in die zweischneidige Propaganda ihrer Texte einzutauchen. Über subversive Inhalte oder fadenscheinige Revolutionsphrasen kann und darf man sicherlich auch bei „Armed Love” geteilter Auffassung sein, die Qualität der begeisternden musikalischen Ausrichtung der zum Quartett geschrumpften Formation spricht jedoch eine sehr deutliche Sprache. Vom gelungenen Artwork bis zum Schlußakkord nicht weniger als ein Meisterwerk!

Wertung: (9 / 10)

scroll to top