The Forsaken – Die Nacht ist gierig (USA 2001)

the-forsaken-cardoneHorrorfilme im Road-Movie-Stil sind keine Ausnahme. Allerdings eine Ausnahmeerscheinung, selbst wenn die Einöde einer immer wieder gern genommenen Wüstenkulisse doch einen gewissen Reiz auf den Zuschauer ausübt. Dabei kommen mitunter gelungene Genre-Perlen wie Kathryn Bigelows „Near dark” oder Altmeister John Carpenters „Vampire” heraus, die dem ohnehin recht ausgelutschten Genre des Vampirfilmes immerhin einige neue Seiten abzuzgewinnen wussten. J.S. Cardones in schnelllebiger MTV-Videoclip-Manier inszeniertem „The Forsaken” gelingt dies nicht.

Der junge Sean (Kerr Smith, „Dawson’s Creek”) nimmt einen Auftrag an, bei dem er den schicken Mercedes eines reichen Kerls von Kalifornien an die Ostküste überführen soll. Unterwegs nimmt er trotz strikten Verbotes den Anhalter Nick (Brendan Fehr, „Final Destination”) mit. Dieser entpuppt sich als waschechter Vampirjäger, ausgestattet mit dem nötigen Know-how und der Bewaffnung, um den Kampf gegen die fiesen Blutsauger aufzunehmen. Des weiteren gesellt sich die kürzlich gebissene und wenig gesprächige Megan (Izabella Miko, „Coyote Ugly”) hinzu. Und so gerät Sean immer tiefer in die Auseinandersetzung zwischen Nick und einer Bande Vampire, die die Highways zu ihrem Futtergebiet erkoren haben. Die schier endlose Jagd kann erst ein Ende nehmen, wenn es gelingt, den Anführer (Johnathon Schaech, „That Thing You Do!”) der Gang auszuschalten. Doch der denkt gar nicht daran, so einfach abzutreten.

Rasante Schnitte und die durchweg junge Besetzung geben hier die Zielgruppe vor. Aufgepeppt mit reichlich Verfolgungsjagden und mehr oder weniger spektakulären Gewalteinlagen versucht Regisseur Cardone den immerhin recht kurzweiligen Horrorfilm sicher ins Ziel zu fahren. Wirklich vom Hocker reißt einen das wüste Treiben aber nicht. Die Darsteller liefern passable Vorstellungen ab, können aber nicht verhindern, dass sich der Streifen, je länger er dauert, in Belanglosigkeit und Langeweile verliert. Abgeschossene und eingeschlagene Schädel sowie ein verletzter Polizist, der auf der Motorhaube seines Streifenwagens nach einer Benzindusche abgefackelt wird, rechtfertigen immerhin die JK-geprüfte Fassung ohne Freigabe. „The Forsaken” ist ein unterhaltsamer Film mit unverbrauchten Gesichtern, der allerdings an Ideenlosigkeit krankt und ausschließlich altbekannte Elemente beinhaltet.

Wertung: 5 out of 10 stars (5 / 10)

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