The Bombpops – Dear Beer (2018, Fat Wreck)

Da ist er wieder, der Bubblegum-Punk, den in dieser Form nur die US-Amerikaner beherrschen. Die Sonne strahlt aus jeder Ritze, selbst wenn die Texte oft das exakte Gegenteil verkünden. Bei THE BOMBPOPS wird dieses Gefühl durch die beiden Frontfrauen Jen Razavi und Poli Van Dam noch verstärkt. Die beiden Sängerinnen und Gitarristinnen harmonieren einfach perfekt – und generieren damit ein Suchtpotential, das heuer vergessen lässt, dass sich der Sound der Kalifornier kaum von relevanten Vorreitern unterscheidet.

Nachdem der Vierer aus Los Angeles zehn Jahre brauchte, um den Albumerstling „Fear Of Missing Out“ auf die Menschheit loszulassen, ging es im Anschluss recht schnell: Im Frühjahr erschien die Vier-Track-EP „Dear Beer“, mit der zwischen Pop-Punk und Punk-Rock unverzüglich die Stimmung steigt. Der den (kurzen) Reigen einleitende Titeltrack gibt sich melancholisch und hat mit der Zeile „I’m so sick of hating all my friends, but I’m too lazy to get new ones“ abseits der ansprechenden Mid-Tempo-Kante ein nachklingendes Highlight parat.

Das merklich fröhlicher gestimmte „Polluted Sky“ ist ein waschechter Hit mit starkem Refrain und herzerwärmend simplem Rhythmus. So muss Pop-Punk! „Turn Up the Thermostat“ schlägt wieder emotional unbequermere Töne an, hält das Niveau aber ebenso konstant aufrecht, wie das rockigere Finale „I Call Bullshit“. So schlägt Eingängigkeit Originalität klar nach Punkten und zeigt, dass die aktuelle Female-Fronted-Powerriege im Hause Fat Wreck (siehe auch BAD COP/BAD COP) eine mehr als sichere Bank für packende Ohrwürmer bleibt.

Wertung: (7,5 / 10)

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