That Was Something – Bears! (2008, Oort Records)

thatwassomethingbearsKönnten wir doch einfach in der Oberflächlichkeit flüchtiger Ersteindrücke verbleiben, Platten wie „Bears!“ würden vermutlich deutlich größere Wirkung erzielen. Sympathisch ins Auge sticht das liebevolle Artwork, das so schlicht wie beharrlich jeden Bezug zu irgendeinem rege diskutierten Themenkomplex verweigert. Doch der bravourös absurden Aufmachung steht eine musikalische Leistung nach, die sich so sehr auf zeitgemäß bewährte Formeln unabhängigen Wohlklangs verlässt, dass dies liebenswerte Bärenkollektiv das Pulver größtmöglicher Originalität bereits auf der Verpackung verschießt.

Im Innern ist die zweite Scheibe von THAT WAS SOMETHING nur ein durchschnittlicher Indie-Rock/Emo-Nachzügler, der zwar durch nette Melodiebögen und jugendliche Frische zu glänzen verspricht, aus dem Schatten immens erfolgreicher Kollegen wie FALL OUT BOY aber nicht herauszutreten vermag. Zu vorhersehbar gestaltet sich der Ablauf, zu profillos die Variation einer gefälligen Vorlage, die kaum wesentliche Abwandlungen gestattet. Gerade darum geht es dem Sextett aus Detroit wie so vielen anderen Bands dieser stilistischen Ausrichtung. Im strikten Gleichklang vereint ist einfach kein Blumentopf (mehr) zu gewinnen.

Wertung: (6 / 10)

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