Tessmarka – Tessmarka (2008, Rising Records)

tessmarkaOft scheinen Bandvergleiche in Pressezetteln nur schwer nachvollziehbar. Selbstredend nicht aus marketingstrategischer Sicht, aus ihr heraus macht jede noch so übertrieben wirkende Gleichstellung der unbekannten Hinz und Kunz-Combo mit namhaften Wegbereitern Sinn. Wenn TESSMARKA also auf eine Stufe mit THREE COLORS RED und ASH gehievt werden, so steckt gönnerhaftes Kalkül dahinter, welches die nicht eben mitreißende Melange aus Indie-Rock, Pop und Punk aber immerhin stilistisch adäquat umreißt. Auf die selbstbetitelte Debüt-EP der Briten hat wohl trotzdem niemand ernsthaft gewartet.

Die sechs Songs haben einfach zu wenig Saft. Da wird am Durchschnitt gekratzt, mit sorgfältig eingeflochtener Melancholie und um Gefälligkeit heischenden Melodien. Stimmlich aber fehlt es an der nötigen Überzeugungskraft, gerade wenn mal ein Gang zugelegt wird. Ein bisschen Säuseln bei balladesken, um Radiotauglichkeit buhlenden Zwischenschritten, dafür reicht es. Das rockige „Better Than You“ beispielsweise, das in weit unter zwei Minuten abgehandelt wird, hingegen verdeutlicht die Belanglosigkeit. Zum einen Ohr rein, aus dem anderen wieder heraus. Kurzum: Nicht wirklich schlecht, aber zu seicht, harm- und allen voran konturlos.

Wertung: (5 / 10)

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