Temper Temper – Temper Temper (2005, Revelation Records)

tempertemperstNicht erst seit ACTION ACTION und deren gehaltvollem Album „Don´t Cut Your Fabric to This Year´s Fashion“ erfreut sich die Besinnung auf die musikalischen Gepflogenheiten des 80´s-Pop großer Beliebtheit. In eine ähnliche Bresche springen auch TEMPER TEMPER mit ihrem selbstbetitelten und über Qualitätsgarant Revelation Records veröffentlichtem Erstwerk. Darauf fehlen darf Orgelbegleitung ebenso wenig, wie verspielte Melodiebögen und eine durchweg lässige Atmosphäre. Stimmungsvoll getrübt wird diese nur durch dezent vertrackte Grenzüberschreitungen der Band in Richtung Post-Rock.

Der Sound ist gefällig untersteuert, die subtile Selbstinszenierung des Quintetts aus Milwaukee Generalstabsmäßig in die Tat umgesetzt. Die Verknüpfung zu Ikonen der 80er wie DURAN DURAN – die bei „Terror Tongue and Cheek“ überdeutlich aus den Boxen nölt – bleibt spürbar, wird dankbarerweise aber nicht überstrapaziert. TEMPER TEMPER versuchen ihren eigenen Stil zu kreieren, über weite Strecken gelingt ihnen dies. Trotzdem springt der Funke nicht vollends über, was die Freude am Ansatz des guten Albums in der repetitiven zweiten Hälfte ein wenig schmälert.

Wertung: (6 / 10)

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