Taylor Hawkins & The Coattail Riders – Red Light Fever (2010, Shanabelle/RCA)

taylorhawkinsredlightfeverHauptberuflich ist Taylor Hawkins Musiker. Und was macht der FOO FIGHTERS-Drummer, wenn er seinem Beruf nicht nachgeht? Er macht Musik, ist doch klar. Nur so zum Spaß natürlich, da huldigt er mit seiner Band THE COATTAIL RIDERS alten Helden und macht jene Sachen, die sonst eben nicht so leicht im Alltag machbar sind. Andere Musiker machen das auch, aber nicht immer klingt das so „rund“ wie bei Hawkins und seiner Truppe.

Mit „Red Light Fever“ veröffentlicht Hawkins – der hier auch für den Gesang zuständig ist – sein bereits zweites Studioalbum, für welches er sich illustre Gäste ins Boot holte. Brian May und Roger Taylor von QUEEN sind mit an Bord, was gerade bei den beiden ersten Songs „Not Bad Luck“ und „Your Shoes“ mehr als auffällig ist. Speziell, was die Chöre in den Refrains angeht. „Not Bad Luck“ fällt zudem durch seine verspielten Riffs auf, während „Your Shoes“ etwas geradliniger gehalten ist. Ein sicheres Händchen bewies Hawkins mit der Wahl von „Way Down“ als erste Single. Sicherlich einer der Songs, die in Punkto Melodie und Dynamik weit oben stehen. Seine musikalischen Wurzeln liegen vor allem im 70’s-Rock, was hier deutlich hörbar ausgelebt wird, aber stets den Blick auf den Rock neueren Datums wahrt. Das beweist unter anderem „Hell to Pay“ aus der NICKELBACK/CREED-Liga. Es gibt aber sicherlich bessere Stücke auf „Red Light Fever“ als diesen.

Die Vielfalt des Albums ist wohl gleichzeitig seine große Stärke. Es gibt nur wenige Songs, die herausstechen, wie eben „Way Down“ oder auch „It´s Over“, dafür wirkt das Album aber sehr ausgewogen. Ob verspielter oder straighter, härter oder ruhiger, die Songs stehen nie als eigene Gebilde, sondern funktionieren vor allem im Kollektiv. Das mag zwar nicht die großen Hits ergeben, wohl aber ein sehr kurzweiliges, abwechslungsreiches Rock-Album bei dem jüngere wie ältere Semester gleichermaßen auf ihre Kosten kommen.

Wertung: (6,5 / 10)

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