Streetlight Manifesto – 99 Songs of Revolution: Vol. 1 (2010, Victory Records/Pentimento Music)

streetlight-manifesto-99-songs-of-revolution-vol-1Ein Multi-Album-Projekt schwebte den BANDITS OF THE ACOUSTIC REVOLUTION vor, als sie das Konzept der „99 Songs of Revolution“ ersannen. Dies beinhaltet, das verrät schon der Name, 99 Tracks, allesamt Coverversionen, die von verschiedenen Bands auf den Weg gebracht werden. Neben BOTAR beteiligen sich auch STREETLIGHT MANIFESTO, die mit „Volume I“ gleich den Startschuss der auf acht Alben und vier Bands angelegten Reihe vorlegen. So respektabel die Ambition letztlich erscheinen mag, das Ergebnis fällt doch mehr standardisiert als mitreißend aus.

Tomas Kalnoky (übrigens auch BOTAR-Frontmann) und seine Mannen haben sich nach dem „Keasbey Nights“-Remake mit „Somewhere in the Between“ eindrucksvoll zurückgemeldet und die Victory-Kollegen von CATCH 22 auf die hinteren Plätze verwiesen. Ob sie sich mit „99 Songs of Revolution: Volume I“ allerdings einen Gefallen getan haben, bleibt fraglich. Denn so sehr sie auch versuchen, die aus verschiedenen Genres zusammengerafften Titel – u.a. „Just“ von RADIOHEAD oder Paul Simons bereits von ME FIRST AND THE GIMME GIMMES erfolgreich verwursteter Evergreen „Me and Julio Down By the Schoolyard“ – zu variieren, schlussendlich bleibt doch nur eine überraschend beliebige Übersetzung in Ska, Rock und Punk übrig.

Höhepunkte sind rar gesät, neben „Such Great Heights“ (im Original von THE POSTAL SERVICE), „Hell“ (ursprünglich von den SQUIRREL NUT ZIPPERS) oder dem NOFX-Klassiker „Linoleum“, den STREETLIGHT MANIFESTO in aller Gemütlichkeit und mit Geige fern des punkigen Ursprungs ausreizen, bleiben nur die wenigstens Beiträge über längere Zeit in den Gehörgängen haften. Umso bedauerlicher scheint dies, weil die Band mit „Somewhere in the Between“ so großen Spaß bereitete. Die weiteren Glieder der „99 Songs of Revolution“-Kette bleiben abzuwarten. Nach diesem eher durchwachsenen Auftakt dürften die Erwartungen aber vorerst gedämpft ausfallen.

Wertung: (6 / 10)

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