Streetlight Manifesto – Keasby Nights (2006, Victory Records)

streetlight-manifesto-keasby-nightsSTREETLIGHT MANIFESTO sind CATCH 22 – zumindest in Teilen. Trompeter Jamie Egan und Gitarrist/Sänger Tomas Kalnoky stiegen bei CATCH 22 nach Veröffentlichung des Debüts „Keasbey Nights“ aus und gründeten STREETLIGHT MANIFESTO. Aus unerfindlichen Gründen, die Band weist im Booklet selbst darauf hin, verpassten Kalnoky & Co. dem Klassiker des Ska-Punk jüngst einen neuen Anstrich. Die Veränderungen sind nur marginal, die Band behält bei ihrer Interpretation die alles andere als glatte Produktion bei. Wenn aber nicht einmal den Urhebern Sinn und Zweck dieses Outputs geläufig ist, wozu dann das Ganze? Die Antwort ist simpel: des Spaßes wegen.

Mit verändertem Artwork und dem Zusatz „as performed by streetlight manifesto“ erstrahlt „Keasby Nights“ in neuem Glanz. Geblieben ist die Verbindung zwischen rotzigem Punk-Rock und der fiebrigen Zärtlichkeit des Ska. Gemütliche Tanznummern wie „Walking Away“ oder der famose Instrumentaltrack „Riding the Fourth Wave“ gehen einher mit unverblümt herausgedroschenen Garagen-Krachern des Schlages „Giving Up, Giving In“. Die Unterschiede zwischen „Keasbey Nights“ 1998 und 2006 sind meist nur im Detail erkennbar. Das ist gut so, schließlich lebt diese Perle des Frohsinns auch durch ihre Unterproduktion. Wer die Platte bereits sein Eigen nennt, bedarf der Frischzellenkur nicht. Für alle anderen ist es der späte Weckruf, sich diesen Kracher endlich zuzulegen!

Wertung: (8 / 10)

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