Storm Catcher (USA 1999)

storm-catcher„Alles wird gut Kleines. Wenn Daddy wiederkommt, werden wir viele Marshmallows rösten.“ – Kämpft für das Familienglück: Jack Halloway

Ein Plot mit erschöpfendem Bekanntheitsgrad: Als der hochmoderne Prototyp eines Tarnkappenbombers gestohlen wird, gerät natürlich der Pilot in Verdacht. Dass es sich bei dem um den hoch angesehenen Major Jack Halloway handelt, interessiert die Vorgesetzten nicht. Die Beweislast scheint erdrückend und so soll Jack ins Gefängnis überführt werden. Aber die Hauptrolle in Anthony Hickox‘ papierflachem B-Actioner „Storm Catcher“ wird nun mal von Dolph Lundgren („The Punisher“) gespielt, was die Unschuld der Hauptfigur ohne Umschweife beweist.

Zudem stellt es ihn auch als schlagkräftig genug dar, um der Verschwörung selbst auf den Grund zu gehen. Dafür allerdings muss er sich in einer waghalsigen Flucht erst einmal der Inhaftierung entziehen. Das heißt, eigentlich jenem Killerkommando, dass dem ihn überführenden Van auflauert und Hickox’ Qualitäten als B-Filmer offenbart. Denn der Sohn des bekannten britischen Regisseurs Douglas Hickox („Theater des Grauens“) ringt dem schmalen Budget beachtliche Actionsequenzen ab. Da werden Körper in stilsicherer Zeitlupe mit Kugeln gespickt oder es wird in die Luft gesprengt, was sich gerade durchs Bild bewegt.

Nur das doofe Skript – ganz zu Schweigen die deutsche Synchronisation – lässt keinerlei Möglichkeit für reizvolle Momente zu. Also wird nach Schema F die Flucht vollzogen und der Gegenschlag vorbereitet. Dabei behilflich ist ihm Freund Johnson (Mystro Clark, „Der Chaotenboss“), der Jacks Kopiloten Lucas (Jon Pennell, „Ghoulies II“) ohnehin nie ausstehen konnte und entsprechend wenig überrascht scheint, als dieser als einer der Hintermänner der Flugzeugentführung ausgemacht werden kann.

Die Identifizierung des eigentlichen Drahtziehers entlockt schlussendlich kaum mehr als ein müdes Gähnen, ist der vorgefertigte Plot um vaterlandsliebende Revolutionäre mit gehörigem Dachschaden doch so simpel wie einfältig gestrickt. Da die Action aber immerhin für den wiederholt aufkeimenden schwülstigen Familienkitsch entschädigt, wird manch hartgesottener (oder abgestumpfter) Genrefan sicher auf seine Kosten kommen. Unterm Strich aber bleibt „Storm Catcher“ klischeeverseuchtes Sprechpuppentheater mit Routine-Dolph im Videothekenkeller.

Wertung: (4 / 10)

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