Stash House (USA 2012)

stash-houseDer Traum vom eigenen Haus endet mit Dolph Lundgren („The Mechanik“). Denn der baumlange Schwede gibt im Thriller „Stash House“ mal wieder den Fiesling und zeigt jungen Heimbesitzern, warum Immobilienschnäppchen trügerisch sein können. Die gezogenen Vergleiche des deutschen Verleihers zu „Panic Room“ und „Hostage“ sind dabei (ausnahmsweise) nicht einmal allzu weit hergeholt. Doch auch die Beteiligung der Produzenten Joel Silver („Stirb langsam“) und Moshe Diamant (war u.a. auch an den Lundgren-Streifen „Men of War“ und „Universal Soldier: Day of Reckoning“ beteiligt) rücken den Film nicht gerade ins Videotheken-Pflichtprogramm. Im B-Sektor jedoch ist man weit schlimmeres gewohnt.

Bevor Lundgren auf den Plan tritt, folgt die merklich zu lang ausgebreitete Einführung des jungen Paares Amy (spielte neben Lundgren später auch in „Lethal Punisher“: Briana Evigan) und David (Sean Faris, „Freerunner“). Deren Traum vom Eigenheim wird dank seiner guten Verbindungen Realität. Doch bereits bei der ersten Besichtigung des scheinbar zur Festung ausgebauten Anwesens stoßen sie auf ein gewaltiges Drogenversteck. Als sie dies melden wollen, zückt Ray (Jon Huertas, „Castle“), ein als Sicherheitsmann verkleideter Kartellscherge, eine Pistole und zwingt Amy und David, sich im Haus zu verschanzen. Da dort noch der Strom abgeschaltet ist, können sie keine auswärtige Hilfe anfordern. Nur das über einen eigenen Energiekreis betriebene Sicherheitssystem gibt Auskunft darüber, wo sich Ray und der dazustoßende Andy (Lundgren) gerade befinden.

Wie sich bald zeigt, sind die gern durch den Sucher von Überwachungskameras abgefilmten Verbrecher nicht am verborgenen Rauschgift interessiert. Und da deren Zeit knapper wird, werden die Versuche, ins Haus einzudringen, zunehmend rabiater. Die überschaubare Figurenfülle und der beschränkte Handlungsraum sollen im von Eduardo Rodriguez („El Gringo“) inszenierten Duell Normalos gegen Gangster die Spannung mehren. Zum Nägelkauen animiert der betont wendungsreiche und mit bisweilen geradewegs dümmlichen Aktionen der Protagonisten auf Kurs gebrachte Plot zwar zu keiner Zeit, dafür gibt es kaum Verschnaufpausen und die Darsteller machen ihre Sache ordentlich. Action-Recke Dolph Lundgren hält sich weitgehend bedeckt, deutet zwischenzeitlich Ambivalenz an und lässt zum Finale genüsslich den eiskalten Killer raushängen. Das genügt für solide Unterhaltung ohne echte Klasse. Wer nicht mehr als das erwartet, wird halbwegs brauchbar bedient.

Wertung: (4 / 10)

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