Smoke or Fire – The Speakeasy (2010, Fat Wreck)

smoke-or-fire-the-speakeasyMit drei Alben im Rücken sind SMOKE OR FIRE aus Richmond/Virginia längst keine Neulinge mehr im Stall von Fat Mike. Stattdessen haben sie sich – trotz einiger Besetzungsprobleme in der jüngeren Vergangenheit – im Bandgefüge des Labels etabliert. Diesen Eindruck kann man zumindest nach „The Speakeasy“ gewinnen, wobei das Album anfangs vielleicht etwas unscheinbar wirkt, nach und nach aber seine Hitdichte in gewohnter Manier erhöhen kann. Einen ersten kleinen Hit präsentiert die Band gleich mit dem flotten, leicht krakeligen Opener „Integrity“. SMOKE OR FIRE wie man sie kennt und schätzt.

Allzu groß mögen die Unterschiede gegenüber den beiden Vorgängern natürlich nicht ausfallen, aber zumindest im Detail sind solche schon zu erkennen. Insgesamt wirkt das Album etwas poppiger, was sich aber hier nicht in klebrig süßen Refrains widerspiegelt, sondern in leicht gedrosseltem Tempo und im klareren Gesang. Gerade diesbezüglich klangen SMOKE OR FIRE schon einmal rotziger, was hier mit dem Opener oder „Hope and Anchor“ definitiv auch noch vorhanden ist, aber es überwiegen eher die melodischen Songs, bei denen Sänger Joe McMahon den Rotz im Mund behält. Schlechter macht dies die Songs nicht. Im Gegenteil, denn schnell entpuppen sich „1968“ oder „Neon Light“ als wenigstens kleine Highlights. Etwas untypisch ist die Akustik-Nummer „Honey I Was Right About the War” geraten, die aber in dieser Form das Album etwas auflockert und durchaus als gelungen bezeichnet werden darf.

Fans der ersten beiden Alben werden auch mit „The Speakeasy“ keine Probleme haben. Die Zutaten stimmen weiterhin, vielleicht sind SMOKE OR FIRE mit ihrem dritten Album sogar noch etwas zugänglicher geworden. Die richtig großen Mitgröler mögen hier auf den ersten Blick fehlen, allerdings legt das Material eben mit der Zeit deutlich nach. Gewohnt gut die Jungs.

Wertung: (7 / 10)

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