Silverstein – 18 Candles: The Early Years (2006, Victory Records)

silverstein18candlestheearlyyearsNach zwei erfolgreichen Alben haben es SILVERSTEIN geschafft. Man darf sich sicherlich als so etwas wie das neue Aushängeschild von Victory Recordsbezeichnen, nachdem sich Bands wie BOYSETSFIRE, THURSDAY oder zuletzt TAKING BACK SUNDAY vom Label verabschiedeten. Das Debüt „When Broken is Easily Fixed“ und der Nachfolger „Discovering the Waterfront“ verkauften sich fast wie geschnitten Brot. Warum also nicht einfach auch mal einen Blick auf die Zeit davor werfen, dachten sich wohl die Kanadier. Dies tun sie mit „18 Candles: The Early Years“, einer Zusammenstellung, die vor allem die frühen Jahre von SILVERSTEIN beleuchten soll.

Dies geschieht in Form ihrer beiden EPs aus den Anfangstagen auch ganz vortrefflich, wenn auch Stücke wie „Red Light Pledge“, „Wish I Could Forget You“ und „Bleeds No More“ bereits vom Debütalbum bekannt sind. Allerdings hat man es hier eben mit älteren Fassungen der Songs zu tun, die mir um ehrlich zu sein teilweise sogar ein wenig besser gefallen, als die vom Debüt. Doch auch die übrigen und sicherlich weniger bekannteren Tracks würden heute funktionieren. Denn qualitativ waren SILVERSTEIN schon in ihren Anfängen eine Marke. Beide EPs jedoch allein wären ein bisschen zu wenig gewesen, also wird die ganze Geschichte noch mit ein paar Lückenfüllern aufgehübscht. „My Heroine“ und „Call it Karma“ vom letzten Longplayer „Discovering the Waterfront” gibt es in akustischer Form, weiterhin drei Live-Versionen bekannter Stücke und eine irgendwie überflüssige Dance-Version von „Smile In Your Sleep“.

Die Live-Versionen wären nicht notwendig gewesen, dann lieber noch zwei Akustik-Versionen mehr, denn mit ihren beiden ruhigen Ausflügen können SILVERSTEIN voll und ganz überzeugen. Sicherlich werden auch dort einige wieder aufschreien, doch sind die beiden hier vorgetragenen Versionen einfach nicht lieblos heruntergekurbelt, sondern beide Stücke kommen völlig neu zur Geltung. „18 Candles: The Early Years“ ist insgesamt betrachtet – auch wenn eine große Anzahl der Songs bekannt sein dürfte – eine lohnenswerte Zusammenstellung geworden. Sicherlich eher was für die hartgesottenen Fans, doch die Umsetzung ist durchaus gelungen, so dass der bloße Schleier des Kommerzes nicht im Vordergrund steht.

Wertung: 7 out of 10 stars (7 / 10)

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