Good Riddance – My Republic (2006, Fat Wreck)

good-riddance-my-republicNeben NO USE FOR A NAME und LAGWAGON gehören GOOD RIDDANCE zur alten Garde von Fat Wreck. Nachdem sie ab Mitte der 90er noch regelmäßig im Jahresturnus ein neues Album herausbrachten, lassen es die Jungs um Sänger Russ Rankin in der Zwischenzeit etwas ruhiger angehen. Man wird älter und lässt sich auch mal Zeit für andere Dinge im Leben. „My Republic” stellt das bereits siebte Album auf Fat Wreck dar und gegenüber ihren anderen Platten waren GOOD RIDDANCE vielleicht nie melodischer. Zwar hatten sie stets eine melodische Note in ihren Alben, mal waren sie zwar härter, dann wieder eingängiger, doch „My Republic” zielt ab und an sogar schon in Pop-Punk-Bereiche.

Bereits der Opener „Out of Mind“ gibt die Marschrichtung vor, weniger Hardcore, mehr Punkrock. Dafür wurde gezielt die Hittauglichkeit – über die jedoch bei dieser Band nie gestritten werden musste – hochgeschraubt. Dies vor allem durch mehr poppige Einflüsse, ohne aber den typischen Sound zu verfremden. „My Republic“ ist ein typisches GOOD RIDDANCE-Album geworden, nur eben einen Tick melodischer. Zu Beginn steht der Begriff Midtempo sicherlich noch im Raum, erstmals schneller wird es mit dem fantastischen „Tell Me Why“. Nach diesem ersten richtigen Kracher hat man sich aber warm gespielt und mit „Torches and Tragedies“ setzt es direkt den nächsten Höhepunkt. So hangelt sich „My Republic“ über den Rest der Zeit, erst mal warm gelaufen, setzt es Hit an Hit. GOOD RIDDANCE werden ihrem guten Namen wieder einmal gerecht, für mich eines ihrer besten Alben überhaupt. Ganz stark im Mittelteil, auf diesem Gebiet habe ich in den vergangenen zwei Jahren vielleicht nichts besseres vor die Flinte bekommen.

Wertung: 8 out of 10 stars (8 / 10)

 

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