Shark Attack (USA/RSA1999)

sharkattackvandienKaum ein Klassiker der Filmgeschichte übt solch zeitlosen Einfluss wie „Der weiße Hai“. Mehr als 30 Jahre nach seiner Entstehung dient er noch immer als Ansporn diverser Killerfische, wobei die meisten ihr Unwesen im Fernsehen oder auf dem Videomarkt treiben. Eine schiere Lawine preiswerter Tierhorror-Streifen tritt seit den späten Neunzigern das B-Filmstudio Nu Image los. Überproportional vertreten ist dabei der Hai, der wahlweise allein oder gleich im Dutzend auf Beutefang geht.

Beim lustlos heruntergekurbelten „Shark Attack“ ist es eine nicht näher spezifizierte Meute hungriger Mäuler, die vor der afrikanischen Küste für Panik sorgt. Meeresbiologe Steven McKray (Casper Van Dien, „Starship Troopers“) verschlägt es in die Region, als ein Freund Opfer eines Killerhais wird. Ein Unfall? Mit Corinne (Jenny McShane, „Never Say Die“), der Schwester des Toten kommt er Korruption, fehlgeleiteter Wissenschaft und Ex-„Ghostbuster“ Ernie Hudson auf die Spur. Klar, dass die bösen Buben die Schnüffler am liebsten an die gefräßigen Räuber verfüttern würden.

Und weil sich anbei noch ausreichend dumme Touristen finden, die ihre Extremitäten ungeachtet jeglicher Warnung ins kühle Nass halten, geht den angriffslustigen Tieren auch nicht das Futter aus. Action, geschweige den Horror bleibt rar gesät und äußert sich meist über Verfolgungsjagden zu Wasser oder zu Lande sowie einer finalen Ballerei mit reger Beteiligung des halben Cast. Wirklich in Schwung kommt der lahme Mix aber auch dabei nicht. Als Quasi-Mad Scientist darf Robert Mitchums Enkel Bentley („Demonic Toys“) herhalten. Der heißt aber nicht nur wie ein Auto, er spielt auch so.

Früher genügte ein einziger Mörderhai zur Plot-Füllung. Heutzutage muss neben räuberischen Rudeln schon ein drittklassiger Thriller-Plot beigemischt werden, um die Laufzeit von 90 Minuten überhaupt bewältigen zu können. Schwache Darsteller und akute Langeweile begleiten auch diesen Beitrag, der sich noch allerlei Aufnahmen von richtigen Tieren borgt, was im Schnittstakkato mit den planschenden Protagonisten kaschiert werden soll. Mit mäßigem Erfolg. So verfügt der von Bob Misiorowski („Derailed“) gewohnt elend inszenierte Film über kaum mehr als die Tiefenwirkung einer Packung Fischstäbchen.

Wertung: (2 / 10)

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