Shark Attack 2 (USA/RSA 2000)

sharkattack2Vor der Küste Südafrikas wird wieder Panik geschoben, als ein aggressiver weißer Hai die Gewässer für sich beansprucht. Dem Meeresbiologen Nick Harris (Soap-Dauerbrenner Thorsten Kaye, „All My Children“) gelingt es das Tier zu fangen, das prompt zur Attraktion eines maritimen Freizeitparks gemacht wird. Doch bereits bei der ersten Vorführung tötet der Hai einen Angestellten und flieht ins offene Meer, worauf Nick von seinem profitgeilen Vorgesetzten Francisco (Danny Keogh, „Wake of Death“) gefeuert wird.

Natürlich folgt auch bei David Worths („Chain of Command“) grottigem Nachschlag zur Mörder-Hai-Welle die auf eigene Faust vollzogene Aufspürung des menschenfressenden Flüchtlings. Bei der paktiert Nick mit Samantha Peterson (Nikita Ager, „Gale Gorce“), deren Schwester im immerhin soliden Auftakt zwischen den Kiefern des Räubers endete. Allen voran sie, das obligatorische Blondchen, wahlweise als rachlüsternes Flintenweib oder fragiles Love Interest vorgeführt, lässt keinen Fettnapf talentloser Schauspielversuche passieren, ohne gleich zum Seemannsköpper auszuholen.

In Franciscos Auftrag soll der australische TV-Star Bishop (Daniel Alexander, „Shadow Hours“) den Hai fangen. Der wird denn auch ausgiebig auf die Mattscheibe gemeißelt, in seiner Wirkung durch die schwache Montage von Spiel- und Dokumentarszenen aber (wieder) konstant ausgehebelt. Auch sonst taugt der Film erwartungsgemäß nur arg eingeschränkt, ein paar brauchbar inszenierte Fressattacken hätten aber immerhin die eingefleischte Klientel milder stimmen können. So aber bleibt es bei einem zum gähnen formelhaften und ohne jeden Funken Spannung erzählten Abenteuer nach Schema F.

Inhaltlich ist sowieso Hopfen und Malz verloren, schließlich werden auch diesmal nur die immer gleichen Klischees als Köder einer von jeglicher Logik befreiten Resteverwertung ausgeworfen. Neben dem fiesen Chef und der Rache für die getötete Verwandte kommen auch wieder fehlgeschlagene Experimente zum tragen. Wenigstens gegen Ende, wenn sich ein ganzer Schwarm angriffslustiger Raubfische gütlich – und unter Löwengebrüll – auf die Surfer in Strandnähe stürzt, kommt ein wenig Tempo auf. Tricks, Darsteller und Umsetzung aber bleiben ohne Wert und jede individuelle Klasse. Archetypisch blöder Tier-Horror der B-Kategorie also.

Wertung: (2 / 10)

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