Sand Sharks (USA 2011)

sand-sharksSchauspielerisches Talent ist vererbbar. Unter Beweis stellen darf das nun auch Brooke Hogan, Tochter von Wrestling-Legende Terry „Hulk“ Hogan. Der wirkte in solch wegweisenden Filmwerken wie „Santa Claus mit Muckis“ oder „Der Ritter aus dem All“ mit. Dass seine Brooke nun also in ähnlich hochwertiger Kost – namentlich „2-Headed Shark Attack“ oder „Sand Sharks“ – ihre Brötchen verdient, sollte da nur bedingt wundern. Allerdings ist der Zweitgenannte durchaus als Kuriosum zu bezeichnen.

Denn an der Schnittstelle von „Der Weiße Hai“ und „Tremors“ nehmen es die titelgebenden vorzeitlichen Sandtigerhaie mit dem angestammten biologischen Lebensraum nicht so genau und durchpflügen mit ihren Rückenflossen neben der See auch die Strände der amerikanischen Inselgemeinde White Sands. So weit so absurd. Tatsächlich darf herzhaft gelacht werden, wenn die Monstren gleich zu Beginn aus Dünen hervorbrechen und sichtlich verblüffte Motorcross-Fahrer durch den sandigen Grund verfolgen.

Aber aufgrund der mäßigen Inszenierung des erprobten Asylum-Regisseurs Mark Atkins‘ („Transmorphers“) bleibt das nicht mit skurrilen Fressattacken und CGI-Blut geizende B-Movie nur typisch verzichtbares Einerlei. Aus dem hervor sticht immerhin der auch als Produzent fungierende Corin Nemec, der mit widerspenstigen Viechern u.a. bereits in „Mosquito Man“ und „Raging Sharks“ zu kämpfen hatte. Mit lustvollem Overacting gibt er Bürgermeistersohn Jimmy Green, der den drohenden Bankrott der Region durch eine groß angelegte Studenten-Strandsause abwenden will.

Vor Augen hat der windige Geschäftsmann aber nur den großen Reibach, weshalb er mit Anwältin Amanda (Gina Holden, „Aliens vs. Predator 2“) auch alles daran setzt, die drohende Gefahr herunterzuspielen. So obliegt es Sheriff Stone (Eric Scott Woods, „Dark Metropolis“) und Ozeanologin Sandy Powers (Hogan), die anrückende (und bei näherer Betrachtung gar nicht so üppige) Touristenhorde vor einem Blutbad zu bewahren. Der Weg dorthin ist dämlich, aber von vergnüglich trashigen Momenten gesäumt. Sonderlich ernst nehmen die Macher den eigenen Film jedenfalls nicht. Alles andere wäre aber auch völlig unverständlich.

Wertung: 3.5 out of 10 stars (3,5 / 10)

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