Psychotic Youth – Happy Songs (2023, Wolverine Records)

Eine Platte wider dem negativen Zeitgeist: „Happy Songs“. So einfach kann es sein! Daran rüttelt auch nicht, dass der Titel von so manchem Beziehungsherzschmerztext konterkariert wird. Denn als wichtigste Begleiterscheinung entpuppt sich das Lächeln auf den Gesichtern der Zuhörer*innen. Eben dieses gewährleisten PSYCHOTIC YOUTH durch Power-Pop-Surf-Punk’n’Roll, der durch altschulischen Orgeleinsatz wirkt wie eine Mischung aus den schwedischen Landsleuten THE STROLLERS und den immer gern bemühten RAMONES.

Deren Einfluss wird nicht allein beim flotten „I Don’t Wanna Go Now“ offensichtlich. Allerdings steht die Nummer nicht stellvertretend für das, was die Band mit spürbarer jahrzehntelanger Erfahrung anbietet. Zwischenzeitig bleibt das Tempo gedrosselt, um wahlweise das poppige Moment zu betonen oder zart melancholische Stimmungsanflüge auszuloten (siehe exemplarisch: „Can This Be the One“). Dabei mangelt es PSYCHOTIC YOUTH auf ihrem vierten Langspieler seit der 2015 vollzogenen Reunion keineswegs an Singalongs, so dass Anspieltipps wie „She’s Gonna Do You In“, „Out of This World“ oder „Save Another Girl“ eine Sogwirkung erzeugen, die „Happy Songs“ auch auf längere Sicht als echten Gute-Laune-Garanten ausweist. In diesem Sinne: Negativ-Zeitgeist Fuck Off!

Wertung: 7.5 out of 10 stars (7,5 / 10)

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