NOFX – Wolves in Wolves’ Clothing (2006, Fat Wreck)

nofx-wolves-in-wolves-clothing„I’m not here to entertain you.”

Was bitte wollen uns NOFX mit der ersten Zeile ihres neuen Longplayers wohl mitteilen? Robbie will die Leute „entertainen“ und Fat Mike nicht? Selbstredend nicht, denn dieses tun NOFX nun schon seit über 20 (!) Jahren und dass sie an Frische, Esprit und vor allem Witz aber auch gar nichts eingebüßt haben, beweisen die alten Herren des Punkrock mit „Wolves in Wolves’ Clothing“. Wieder einmal muss man fast sagen, denn auch wenn musikalisch hier natürlich einzig Bekanntes aufgetischt wird, so isst die Fangemeinde selbstredend alles bis zum letzten Krümel auf. Nachdem der Vorgänger noch ganz im Zeichen der Politik stand, so sparen NOFX auch auf ihrem aktuellen Werk mitnichten an kritischen Tönen. So werden die USA sowie Eigenarten und Absurditäten der amerikanischen Lebensweise thematisiert. Dabei kommt der NOFX’sche Humor natürlich nicht zu kurz und Fat Mike schmeißt wieder einmal mit amüsanten Wortspielen um sich.

Mit 18 Songs ist „Wolves in Wolves’ Clothing“ erstaunlich umfangreich ausgefallen, alles bei einer Laufzeit von über 45 Minuten. Weniger ist zwar manchmal mehr, doch mehr als im Schnitt 2,5 Minuten brauchen NOFX auch nicht, um den Hörern das zu geben, was sie verlangen. Tanzbares und melodisches wie „Cool and Unusual Punishment“ oder „The Man I killed“ beispielsweise, oder die typischen Kracher vom Format eines „Benny Got Blowed Up“ oder „USA-holes“. Selbst El Hefe darf sich mal wieder allein austoben, wobei dessen Latino-Beitrag „Cantado en Espanol“ aber eher belanglos ist. „Wolves in Wolves’ Clothing“ ist ein gutes NOFX-Album, abwechslungsreich wie humorvoll, laut wie schnell. Fans kommen auf ihre Kosten, ein zweites „Punk in Drublic“ ist dies sicherlich nicht, aber dennoch: Ihr elftes ist ganz bestimmt nicht ihr schlechtestes Studioalbum.

Wertung: 7 out of 10 stars (7 / 10)

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