Misanthrop – Filmmusik (2013, Postrap)

misanthropfilmmusikWelchen Film fährt sich wohl MISANTHROP? Den passenden Soundtrack liefert der Underground-Hip Hopper jedenfalls gleich dazu. „Filmmusik“ heißt sein neuester Streich und entgegen seines eloquenten Naturells verzichtet der Münchner darauf konsequent auf Texte. Zur Auflockerung werden ein paar Sprachsamples über den Plattenteller gedreht. Damit hat es sich dann aber auch. Geboten wird also Hip Hop instrumental.

Das erinnert, wie beim Sithar-veredelten Bonustrack „Tausend Nacht eins“, im Kern an die Soundtüfteleien der BEASTY BOYS, ansonsten aber gern auch an Elektro-Verfechter des Schlages BEN HUMAN. Spaß bereitet das Ganze zwischen Beats und Reglerexperimenten definitiv, dafür sind Beiträge wie der Opener „Be a Real G“, „Don’t Believe Everything“, das dubbige „Versatile“ oder das mit Percussions angereicherte „Gute Beats müssen atmen“ schlicht zu eigenwillig verdichtet. Jedermanns Soundtrack dürfte dies schmissige Soundpotpourri nicht sein. Wie im falschen Film fühlen kann man sich mit MISANTHROP aber auch bei seinem sprachlosen Einsatz nicht.

Wertung: (7 / 10)

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