I Against I – Small Waves (2018, White Russian Records)

Das Revival der alten (und alternden) Melo-Core-Verfechter geht in die nächste Runde. Diesmal im Fokus: I AGAINST I, die sich 2017, acht Jahre nach ihrer Auflösung, wieder zusammenfanden und sogleich begannen, neue Songs zu schreiben. Im vergangenen Herbst präsentierten die Niederländer mit „Small Waves“ den Nachfolger ihres 2005 erschienenen selbstbetitelten letzten Langspielers. Endlich muss man sagen. Denn selbst wenn dem Trio während ihrer ersten Schaffensphase die ganz große Aufmerksamkeit verwehrt blieb, muss es doch zum Besten gezählt werden, was die europäische Punk-Szene zu bieten hat. Nicht umsonst erschienen die ersten beiden Platten (unvergessen: das 1998er-Debüt „Headcleaner“) bei Epitaph Records.  

Auf „Small Waves“ präsentieren sich I AGAINST I in bewährter Spielfreude. Mit klarem Sound, feinen Melodien, haufenweise Singalongs und einer Unaufdringlichkeit, die bereits ihre früheren Outputs grundlegend sympathisch gestaltete. Auch die wohlige, unterschwellig melancholische Note schwingt wieder mit. Ob sich damit neue Publikumskreise erschließen lassen, bleibt fraglich. Doch zumindest die alten (Genre-)Befürworter sollten ob stattlicher Hits des Kalibers „Wish I Could Remember“, „Never Been So Sure“, „Rock Bottom Dream Life“ oder „Love You When I’m Gone“ in rege Verzückung geraten. Daran nimmt auch das beständige Tempo Anteil: Sechs der zehn aufgefahrenen Stücke bleiben unter der Marke von zwei Minuten, während lediglich einer, der finale Titeltrack, mehr als drei Minuten Spielzeit veranschlagt. Unter dem Strich ein mehr als willkommenes Comeback!

Wertung: (7,5 / 10)

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