I Against I – I´m a Fucked Up Dancer But My Moods are Swinging (1999, Epitaph Records)

iagainstifuckedupdancerDie internationale Aufmerksamkeit und der Zwang der raschen Fortsetzung. Kaum ein Jahr verstrich zwischen dem I AGAINST I-Debüt „Headcleaner” und dessen wiederum über Epitaph vertriebenem Nachfolger. Der gibt sich bereits im Titel ausschweifend, „I´m a Fucked Up Dancer But My Moods are Swinging“, stellt den dezent melancholischen Touch der Holländer damit aber deutlicher nach vorn. Erstaunlicherweise jedoch erweist sich deren melodischer Punk auf Platte Nummer zwei gerade in dieser Hinsicht als zurückgefahren. Dafür geht es während der 13 Tracks zeitweise merklich rockiger zu.

Erste Auffälligkeit ist das weniger einnehmende Klangbild, das auf die gewinnbringende Behandlung der bewährten Produzenten Bill Stevenson und Stephen Egerton (ALL/DESCENDENTS) verzichten musste. Doch nicht nur in dieser Hinsicht behält das Debüt die Nase vorn. Dem Zweitwerk fehlt streckenweise diese unweigerlich mitreißende Leichtigkeit des Erstlings. Schlecht ist die Scheibe mitnichten, Beiträge wie „Who´s Losing?“, „A Love Supreme“ oder die Single-Auskopplung „Space Odyssey“ machen auch nach dem x-ten Durchlauf noch Lust auf mehr.

Eine kleine Enttäuschung bleibt „I´m a Fucked Up Dancer…“ somit auch nur, weil es I AGAINST I erwiesenermaßen besser können – und es davor und danach auch besser machten. Für den Überdurchschnitt reicht es allemal, dafür geht dem Trio das Spiel mit bewährten Melodien, einnehmenden Refrains und ironischen Querschlägern, man beachte allein den finalen Track „Pick Up Lines“, einfach zu leicht von der Hand. Im direkten Vergleich aber sind die beiden anderen Alben einfach vorzuziehen.

Wertung: (7 / 10)

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