Hundred Reasons – Kill Your Own (2006, V2 Music)

hundred-reasons-kill-your-ownEs war ja wahrlich nicht alles schlecht, was HUNDRED REASONS in den vergangenen Jahren so gemacht haben. Nur hat man bei uns auf dem Festland nicht so viel davon gesehen bzw. gehört. Mit ihrem Longplayer „Ideas Above Our Station“ konnten die Briten 2002 auf sich aufmerksam machen und auch dort lernte ich sie im Rahmen ihrer Support-Tour für RIVAL SCHOOLS kennen. Was folgte waren diverse Preise und der Siegeszug ward nicht mehr aufzuhalten, vornehmlich aber eben in ihrer Heimat und nicht bei uns. So ging dann auch der Nachfolger „Shatterproof is Not a Challenge“ ziemlich unter und für mich war der Zug irgendwie abgefahren. Doch so ganz zufrieden waren aber auch Band und Label mit dem Zweitwerk nicht, so dass man sich kurzerhand entschloß, neue Wege zu gehen.

„Kill Your Own“, so der Titel des neuen HUNDRED REASONS-Albums, zeigt eine wieder deutlich erstarkte Band, die sich scheinbar den ganzen Ärger und die Unzufriedenheit einfach von der Seele spielt. Herausgekommen sind dabei elf schöne Rocksongs, die qualitativ durchaus an „Ideas Above Our Station“ heranreichen. Bereits der Opener „Broken Hands“ geht leicht von der Hand, mittelschnelle, druckvolle Passagen vermischen sich mit dem eingängig melodischen Refrain und der prägnanten Stimme von Frontmann Colin Doran. Im weiteren Verlauf entpuppt sich „Kill Your Own“ als abwechslungsreiche Mixtur aus härteren Abgehstücken wie „Live Fast, Die Ugly“ oder „A Better Way?“, während aber auch die zahlreichen melodischeren Songs („The Perfect Gift“, „Destroy“) überzeugen können. So melden sich HUNDRED REASONS auch bei uns mehr als anständig zurück. Mal sehen, ob sie ihre Ankündigung wahr machen und demnächst auch wieder öfter bei uns zu Gast sein werden. Demnächst geht’s auf Tour mit THRICE und dann dürfen sie auch gern ihre abonnierten Kerrang-Awards wieder einheimsen.

Wertung: (7 / 10)

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