Hot Rod Circuit – Sorry About Tomorrow (2002, Vagrant Records)

hot-rod-circuit-sorry-about-tomorrowVor nicht allzu langer Zeit veröffentlichten HOT ROD CIRCUIT mit „Sorry About Tomorrow” ihr drittes Album, erneut vertrieben durch Vagrant Records. Die Jungs sind bekanntermaßen auf melodisch melancholische Gitarrenmucke abonniert. Bands dieser Art gibt es momentan wahrlich im Überfluss und auch HOT ROD CIRCUIT bieten nichts wirklich neues an der Emo-Front. Was die vier Amis dennoch wohltuend von der Masse ähnlicher Combos abhebt, die oftmals mit ihrem substanzlosen Geheule mehr Wut schüren als Melancholie verbreiten, ist die Dichte der Songs.

Trotz Anleihen bei Genre-Größen wie den GET UP KIDS oder JIMMY EAT WORLD wirken die Songs in ihrem Grundriss nicht geklaut, sondern weitesgehend stilistisch individuell, was nun wirklich nicht unbedingt jede Herzschmerz besingende Kapelle von sich behaupten kann. Im Gefüge der 11 Track, in knapp 36 doch recht kurzweiligen Minuten bewältigt, gibt es eigentlich keinen Ausfall zu beklagen, auch wenn die meisten Stücke relativ teilnahmslos am Hörer vorüberziehen. Den Sahneteil des Albums, dessen „The Pharmacist” und „Radiation Suit” bereits den letzten Vagrant-Sampler schmückten, sparen sich HOT ROD CIRCUIT indes für das letzte Drittel der Platte auf. Die garantiert ohrwurmtauglichen, unverzüglich im Gedächtnis haften bleibenden Mid-Tempo-Schmachtbrocken „Let’s Go Home” und „Consumed By Laziness” bewahren das Album praktisch im Alleingang vor dem Mittelmaß. Somit erwartet den geneigten Zuhörer solide bis eingängige Emo-Kost von einer Band, die ihr Handwerk versteht.

Wertung: (6,5 / 10)

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