Frost (CH/USA 2004)

frost-2004Filmkunst ohne Hand und Fuß. Wie so oft zu finden bei den kleinen Produktionen, den sicherlich ambitionierten Gehversuchen in viel zu großen Fußstapfen. Der Schweizer Dominik Alber („Kori“) müht sich mit „Frost“ um einen vielschichtigen Thriller, dringt damit aber nicht einmal in niedere TV-Regionen vor. Zwar überwindet die mit US-Geldern finanzierte Mörderhatz die relative Profillosigkeit des Amateurbereichs, Giallo-Anleihen und Hollywood-Randchargen aber bürgen einfach nicht für gesteigerten Reiz. Immerhin geht die deutsche Synchronisation in Ordnung, für Videopremieren aus dem Hause Marketing/Sunfilm fürwahr keine Selbstverständlichkeit.

Der grausame Mord an Anita, der Frau des Polizeioffiziers Robert (Jerry Baxter, „Sworn to Justice“), gibt Chefermittler Braque (Tony Travis, „Stirb langsam – Jetzt erst recht“) Rätsel auf. Die Handschrift deutet auf einen gesuchten Killer hin, doch Rob, der eine Affäre zur besten Freundin der verblichenen Gattin unterhält, und Kollege Randall (Co-Produzent Marzio Frei) lassen Zweifel offen. Das Tagebuch der Getöteten gibt neue Impulse. Doch die Zahl der Opfer steigt und mit ihr die Dringlichkeit, schleunigst Licht ins Dunkel des verzwickten Falles zu bringen.

Selbst wenn die zwar billige, dafür aber durchaus kompetente Machart des Krimis mit Horror-Elementen vereinzelt atmosphärische Szenen schafft, so bleibt Albers Film doch verzichtbarer Murks ohne Anflüge von Originalität. Die Schauspieler agieren fern jeder Überzeugungskraft, der Inszenierung fehlt es an Dynamik, um der langatmigen und obendrein spannungsfreien Erzählweise den nötigen Schliff zu verleihen. Eingestreute Gewaltausbrüche und der Obdachlose mit Plastikkauleiste untermauern die Dringlichkeit eines zumindest ansatzweise fesselnden Plots. Von dem aber fehlt jede Spur, so dass doch nur wieder Klischees übrig bleiben, die dem gähnend langweiligen Killer-Thriller jede Grundlage entziehen.

Wertung: (3 / 10)

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