French Connection – Brennpunkt Brooklyn (USA 1971)

french-connectionEiner der ganz großen Klassiker des Polizeifilms ist „French Connection – Brennpunkt Brooklyn“, William Friedkins („Der Exorzist“) kongeniale Leinwandfassung des Robin Moore-Romans. Mit einem bescheidenen Budget von 1,8 Millionen Dollar und einem dokumentarischen, sehr auf Authentizität angelegtem Stil schuf er so einen der größten Erfolge der New Hollywood-Ära. Verdient wurde das Krimi-Drama mit fünf Oscars bedacht, unter anderem für den Besten Film und die Beste Regie, was Friedkin seinerzeit zum jüngsten ausgezeichneten Regisseur der Geschichte machte.

Mit dem Einsatz von Handkamera und dem konsequenten Verzicht auf Studiokulissen erzeugt sich die Spannung bereits aus der Direktheit der ungewohnt realistischen Inszenierung. Ein weiterer Oscar ging an Hauptdarsteller Gene Hackman („Die Brücke von Arnheim“), der sich mit der Rolle des störrischen New Yorker Ermittlers Jimmy ´Popeye´ Doyle als Charakterdarsteller etablierte. Sein Partner Buddy Russo wird gespielt von Roy Scheider („Der weiße Hai“), als Bester Nebendarsteller ebenfalls für den Oscar nominiert. Gemeinsam versuchen sie den Drogensumpf im Big Apple trocken zu legen. Mit bescheidenem Erfolg.

Zwar können sie eine beachtliche Zahl an Verhaftungen vorweisen, die jedoch umfassen in der Hauptsache kleine Fische. Der Zufall aber spielt ihnen Salvatore Boca (Tony Lo Bianco, „The Honeymoon Killers“) zu, den die beiden nach einem Feierabendgelage beschatten. Der folgenden Observation entnehmen sie Kontakte Bocas zur Unterwelt. Mehr noch plant er mit dem französischen Drogendealer Alain Charnier (Fernando Rey, „Die Tartarenwüste“) ein gewaltiges Kokain-Geschäft auf amerikanischem Boden. Doch der riecht den Braten, worauf Doyle in Lebensgefahr gerät.

Die einem Anschlag auf sein Leben nachstehende Verfolgungsjagd, bei der er per Auto den Attentäter verfolgt, der zuvor eine Hochbahn in seine Gewalt gebracht hat, schrieb ebenfalls Kinogeschichte. In einem verfallenen Fabrikgebäude kommt es schlussendlich zum Showdown, den Friedkin am abrupten Schlusspunkt jedoch völlig gegen den Strich jeglicher Konventionen anlegte. Brillant inszeniert und begnadet gespielt, setzte er mit diesem Meisterwerk einen Meilenstein des Genres, der obendrein als begnadete Charakterstudie des verbissenen Egomanen Doyle funktioniert.

Wertung: (9 / 10)

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