Final Destination 4 (USA 2009)

final-destination-4Die alljährliche Erweiterung der „Saw“-Reihe um ein neues Gemetzel ist man mittlerweile gewohnt. Doch auch das „Final Destination“-Franchise drückt gehörig auf die Tube. Nach einem guten ersten und einem nicht minder unterhaltsamen zweiten Teil wurden Ermüdungserscheinungen im dritten Teil jedoch mehr als deutlich. Zu sehr ähnelten sich die Bilder und Abläufe, die zu Schauspielern umfunktionierten Schaufensterpuppen ließen den Film ebenfalls nicht in einem besseren Licht erscheinen. Schlimmer geht aber häufig doch immer, was der vierte Teil der Reihe, der dem Schema seiner drei Vorgänger aufs penibelste folgt, mehr als deutlich beweist.

In diesem Fall sind es Nick (Bobby Campo) samt Freundin Lori (Shantel VanSanten) sowie Hunt (Nick Zano) und Janet (Haley Webb), die während eines Besuchs auf einer Rennbahn von Väterchen Tod heimgesucht werden. Während des Rennens überkommen Nick seltsame Vorahnungen, in Panik kann er seine Freunde überreden, aus dem Stadion zu flüchten. Glauben schenkt ihm ob der scheinbar bevorstehenden Katastrophe niemand. Das ändert sich erst, als wenige Sekunden später die Hölle losbricht und Dutzende Menschen sterben. Nick stellt daraufhin Nachforschungen an, doch schnell kommen die Überlebenden der Katastrophe nach und nach ums Leben.

Regisseur David R. Ellis war bereits für den zweiten Teil von „Final Destination“ verantwortlich und zeigte u.a. mit „Snakes On a Plane“ sein Gespür für durchaus unterhaltsame B-Ware. Mit „Final Destination 4“ mag ihm das nur selten gelingen, denn zu sehr folgt der Film den bekannten Mustern. Nicht ein neues Element fügt Ellis seinem Film bei, vielmehr hakt er lieblos alle bekannten Punkte nach und nach ab. Ein paar jugendliche Gesichter, eine aufwändig inszenierte Katastrophe, weitere zufällig „gerettete“ Personen, die im weiteren Verlauf als Kanonenfutter herhalten müssen und Väterchen Tod, der sich abermals als Houdini ausgefeilter Tötungsszenarien entpuppt. Der Rest bleibt irgendwo auf der Strecke. Im Wesentlichen wurde an talentierten Darstellern gespart, denn auch wenn man für diese Art von Film keine Oscar-Gewinner benötigt, so sinkt das Niveau noch einmal deutlich.

Das eigentliche Prunkstück – die ausgefeilten Tötungen – sorgen wie gewohnt für den meisten Spaß. Wobei auch hier Abstriche in Kauf genommen werden müssen. Denn der Tod greift nun mehr ein. Wirkte zuvor alles irgendwie zufälliger, hat man nun den Eindruck, der Sensenmann dreht wirklich an den notwendigen Schrauben. Wirklich überraschen tun die Metzeleien mit ordentlichem Blutzoll dagegen nicht immer. Nach drei Filmen hat man im Grunde (fast) alles gesehen. Auch die Eröffnungssequenz kann den Vorgängern – allen voran Teil 2 – nicht das Wasser reichen. Zudem stören die offensichtlichen CGI-Effekte merklich. Diese waren aber wohl notwendig, um dem Film ein werbewirksames „3D“-Etikett aufhalsen zu können.

Nichts Neues also von Gevatter Tod, der den vierten Teil gerade noch so übersteht. Denn für einen neuen Film des Themas sollte man sich mal etwas anderes ausdenken, zumindest aber wieder Atmosphäre schaffen. Denn diese geht durch das hölzerne Spiel der Schauspieldilettanten, nur bedingt unterhaltsamen Tötungen und einer nun bereits zum vierten mal erzählten Geschichte mehr als einmal flöten.

Wertung: (3,5 / 10)

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