Final Destination 2 (USA 2003)

final-destination-2Die junge Kimberly Corman (A.J. Cook) möchte mit ihrer besten Freundin und zwei Freunden ein gemütliches Wochenende verbringen. Ihr Vater ermahnt sie bei der Abreise zur Vorsicht, doch zu diesem Zeitpunkt ahnen sie und ihre Mitstreiter noch nicht, was auf sie zukommen wird. Auf der Fahrt fallen ihr diverse unerklärliche Zeichen und Bilder auf, die sie jedoch nicht deuten und erklären kann. Als es zu spät ist, geschieht ein Unfall. Ein mit Baumstämmen beladener Laster verliert seine Ware und die folgende Katastrophe fordert mehrere Menschenleben, einschließlich das von Kimberly und ihren Freunden. Plötzlich wacht sie jedoch wie in Trance am Steuer ihres Wagens inmitten einer Polizeisperre auf. Den Unfall hat sie nur geträumt, doch die Zeichen um sie herum hat sie alle schon einmal gesehen.

Als plötzlich der Laster mit den Baumstämmen an ihnen vorbeizieht, versucht sie den zuständigen Polizisten zu warnen. Doch dieser glaubt ihr natürlich nicht. Wenige Sekunden und einige Hundert Meter weiter kommt es aber dann zur Katastrophe. Durch die von Kimberly verursachte Panik im Vorfeld des Unfalls konnte sie sich und weiteren Personen das Leben retten. Wie schon nach dem Flugzeugunglück aus dem ersten Teil lässt sich der Tod jedoch nicht gerne überlisten. Der erste Teil von „Final Destination“ sorgte für angenehme Abwechslung im ausgelutschten Slasher-/Teen-Horror-Genre, war doch der Mörder kein menschliches Wesen, sondern der gute alte Gevatter Tod himself. Durch einige fein ausgearbeitete Todesfälle und einen nicht zu leugnenden Grad an Spannung schaffte es der Film, sich von seinen Genre-Kollegen wohltuend abzuheben. In der Fortsetzung, die nur durch einige Handlungsfäden in Form der einzigen Überlebenden aus „Final Destination“ mit diesem verbunden ist, geht es, wie es sich für Fortsetzungen gehört, weitaus lauter, schneller und spektakulärer zur Sache.

Die Handlung ist ähnlich, wenn nicht gar gleich. Anstatt einer Flugzeugkatastrophe gibt es hier einen äußerst aufwendigen und auch blutigen Autounfall zu bestaunen. Die Überlebenden sind diesmal allerdings nicht nur irgendwelche Teenies, sondern Menschen aller Gesellschaftsklassen und Altersstufen. Vom jungen Lottogewinner bis zur Mutter mit Sohn ist alles vertreten. Das wäre es aber auch schon, denn nachdem der Sensemann spitz bekommt, dass auf seiner Liste einige Kreuze fehlen, zieht er wieder los, um die verlorenen Schäfchen einzusammeln. Dies geschieht weitaus ausgefeilter und vor allem auch blutiger als im Vorgänger. Ein von einer Leiter aufgespießter Kopf, ein von Stacheldraht durchtrennter Körper samt Verabschiedung der Gedärme oder auch ein explodierender Körper in Nahaufnahme sorgen für Gelächter beim männlichen Geschlecht, während sich die weibliche Person daneben die Hand vors Gesicht schlägt. Die Freigabe ab 16 Jahren bleibt aufgrund der reichhaltigen Splatter-Sequenzen kaum nachvollziehbar.

Das Problem an der Fortsetzung ist allerdings die fehlende Spannung und Atmosphäre. Denn das Prozedere ist nach dem Erstling bekannt und wird auch meist nur platt kopiert. Lediglich die übertriebene Gewaltdarstellung fügt der als Regiesseur unerfahrene David R. Ellis („Ein tierisches Trio“) dem Film bei. Eine Brücke zum ersten Teil schlägt er durch einige Rückblicke zu Beginn des Films, indem herauskommt, dass von den drei Überlebenden ein Jahr nach den Vorfällen des Vorgängers nur noch Clear River (Ali Larter, „Natürlich Blond“) lebt. Diese sitzt, um sich selbst zu schützen, in einer Anstalt ein, spielt im weiteren Verlauf jedoch eine Nebenrolle und unterstützt Kimberly in ihrem Kampf gegen den Tod. Auch „Candyman“-Darsteller Tony Todd hat wieder einen kleinen Auftritt, indem er den vom Tod Gejagten mit Andeutungen und Hinweisen helfen möchte. Die Darsteller an sich spielen eher in Abstiegsregionen, da machten die Namen im Vorgänger deutlich mehr her. Alles in allem muss man aber einräumen, dass der Streifen trotz des teilweise dreisten Raubklaus und dezenter Spannungsarmut nicht langweilt. Denn bereits die zahlreichen Tötungssequenzen sorgen für kurzweilige Unterhaltung über 90 Minuten.

Wertung: (6 / 10)

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