Final Destination 5 (USA/CDN 2011)

final-destination-5„Death doesn‘t like to be cheated.“ – Bewährter Prophet des nahenden Todes: Bludworth

Der Tod ist ein Meister aus Hollywood. Die US-Filmwirtschaft hat die Kommerzialisierung graphischer Gewalt im Kino zu immer neuen Ufern geführt. Demonstrative Schlachtplatten wie die „Saw“-Reihe erhoben Folter zu Beginn des dritten Jahrtausends zur Kunst und füllten Drehbücher allein mit möglichst expliziten Todesszenarien. Einen ähnlich morbid-sadistischen Stempel drückte dem Horror-Genre die „Final Destination“-Serie auf. Auch deren mittlerweile fünfter Teil beruft sich auf bewährte Muster, übertrifft dabei aber immerhin die beiden direkten Vorgänger.

Das liegt vor allem an der süffisant sorgsamen Herleitung der absurden Unfalltode. Deren eigenwillige Spannungsbögen resultieren ausschließlich aus der Erwartung des Zuschauers, dass jeder umliegende Gegenstand zum potenziell todbringenden Werkzeug des einmal mehr betrogenen Sensenmannes werden könnte. Denn wie gehabt sorgt die Vorab-Vision einer verheerenden Katastrophe – hier ist es der Einsturz einer Brücke – dafür, dass das Unglück weniger Opfer fordert als kosmisch vorbestimmt. Nur lässt der Tod als übersinnliche Macht solchen Betrug keinesfalls durchgehen.

Und so müssen auch Sam (Nicholas D’Agosto, „Extreme Movie“), den während des Betriebsausflugs einer Papierfabrik besagte Vorahnung der Katastrophe überkam, Freundin Molly (Emma Bell, „Frozen“) und Kumpel Peter (Miles Fisher, „Superhero Movie“) um ihr mit knapper Not gerettetes Leben bangen. Nachdem nämlich die ersten Mit-Überlebenden durch Verkettungen unglücklicher Zufälle zu Tode kamen, macht sie der mysteriöse Bludworth („Candyman“ Tony Todd) mit den Spielregeln vertraut. Tatsächlich scheint es einen Ausweg zu geben. Nur müssen die Todgeweihten dafür selbst zu Mördern werden.

Originell ist die von Steven Quale routiniert abgehandelte Geschichte sicher nicht. Reduziert auf makabre Schockszenarien muss Quale, der bei James Camerons Mega-Erfolgen „Titanic“ und „Avatar“ als 2nd Unit Director beteiligt war und bei der IMAX-Dokumentation „Aliens of the Deep“ neben ihm auf dem Regiestuhl Platz nahm, aber respektables Geschick attestiert werden. Denn das Konzept geht bei „Final Destination 5“ trotz mittelprächtiger CGI-und übertriebener 3D-Effekte in blutiger Kurzweil weitgehend auf. Und das den überraschenden Bogen zum Original von 2000 spannende Finale sorgt gar für eine perfide Schlusspointe. Zumindest Fans der Reihe werden damit souverän bedient.

Wertung: (5 / 10)

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