Discipline – Old Pride, New Glory (2008, Bad Dog Records)

discipline-old-pride-new-gloryWenn einer Band für den Augenblick nichts mehr einfällt, bleibt immer noch ein Cover-Album. Und weil DISCIPLINE Zeit ihres Werdegangs so einige Adaptionen bekannter und weniger bekannter Wegbereiter angesammelt haben, firmieren unter dem Titel „Old Pride, New Glory“ neben 12 brandneu eingespielten zusätzliche 18 Songinterpretationen der vergangenen Dekade. Sinn und Zweck einer solchen Kompilation bleiben streitbar, zumal die niederländischen Street-Rocker nicht eben berühmt sind für gesteigerten Abwechslungsreichtum. Und so werden die nachgespielten Nummern eben einfach dem bandeigenen Tenor angepasst.

Grundlegend macht das Doppel-CD-Set Laune, wenn über klassische Krachmacher zwischen Hardcore, Punk und Oi, darunter SLAPSHOT („Hang Up Y’r Boots“), WARZONE („Don’t Forget the Struggle“), THE BUSINESS („Saturdays Heroes“) oder AGNOSTIC FRONT („Power“), dem eigenen Wurzelwerk gehuldigt wird. Sobald DISCIPLINE aber mehr wollen, so bei den RAMONES („I Wanna Live“), BILLY IDOL („Rebel Yell“) oder SOCIAL DISTORTION („Prison Bound“), wird es arg. Grenzen werden offenbar, der Spaßgehalt neigt sich ins strapazierende. Die Scheibe ist gelungen, doch sollten selbst hartgesottene Fans überlegen, ob sie diese Zusammenstellung wirklich brauchen.

Wertung: (6 / 10)

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