December Peals – Le Cafe Royal (2004, Beniihana Records)

„And, maybe when you’re down, you need a helping song that saves you from your enemies.” – ’Mr. Black Friday’

Ein unbeschriebenes Blatt im Kreise nationaler Bandbeschaffenheit sind die DECEMBER PEALS längst nicht mehr. Und doch ließ der ambitionierte Fünfer aus dem selbstproklamierten Rock-Mekka Ibbenbüren zwei lange Jahre verstreichen, ehe der Nachfolger zum gelungenen Debüt „First in Flight“ ein überdeutliches Lebenszeichen in die Welt spie. Das neueste Qualitätsprodukt der Jungs trägt den Titel „Le Café Royal“ und entwickelt eine wahrhaft schwindelerregende Eigendynamik, gepaart mit einem stattlichen Ohrwurmfaktor.

So dürfte das mit 11 fein aufgereihten Klangperlen versehene Zweitwerk der Westfalen nicht nur die Herzen weiblicher Individuen diverse Takte höher schlagen lassen, sondern auch Vertreter des klischeegemäß starken Geschlechts einnehmen. Auf den Spuren ihrer Wegbereiter und Ibbenbüren-Companeros DONOTS entfachen die DECEMBER PEALS einen verblüffend frischen, angenehm unverbrauchten und immer tanzbaren Flächenbrand aus Indie-Rock und Melo-Punk. Charmant und spielstark rüttelt das sympathische Quintett dankbarerweise nicht am hinlänglich überstrapazierten Betroffenheitsbarometer des allmählich abklingenden Emo-Tiefdruckgebietes, sondern versprüht schlicht angenehm positiven Optimismus. Und wenn der Sommer auch auf sich warten lässt, so geht mit „Le Café Royal“ doch zumindest die Sonne unserer Gemüter auf.

Wertung: (7,5 / 10)

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