Curse of the Zodiac (USA 2007)

curse-of-the-zodiacDie Geschichte des Zodiac Killers beschäftigt Amerika bis heute. Zwischen September 1968 und Dezember 1969 tötete der Unbekannte im Raum San Francisco fünf Menschen. Gefasst wurde er nie. Über die Jahre bereiteten verschiedene Filmemacher den Stoff auf. Deren bekanntester ist David Fincher, der „Zodiac“ 2007 mit Starbesetzung auf die Leinwand brachte. Ihm gleich tat es der deutsche Regisseur Ulli Lommel („Daniel – Der Zauberer“), dessen No Budget-Undergroundstreifen „Curse of the Zodiac“ jedoch auf eine Aneinanderreihung vager Szenen beschränkt bleibt.

Eine nachvollziehbare Handlung gibt es nicht. Aus dem Off verhöhnt der Killer (mit der Stimme von Regisseur Lommel) seine Opfer und überzieht die Welt mit Hass- und Fluchtiraden. An seinen Taten teilhaben lässt er einen Schriftsteller, den er lediglich als „Fat Fuck“ abfertigt. Während die Polizei im Dunkeln tappt, erlebt eine junge Frau die Bluttaten in grausamen Visionen. In denen stellt der Wahnsinnige im Streit allein gelassenen Frauen nach und tötet sie, wobei er ihnen mit Blut das seinen Namen wiedergebende Tierkreissymbol auf den Leib pinselt.

Grundsätzlich ist gegen Filme ohne nennenswerten Produktionsrahmen nichts einzuwenden. Wenn sie denn über ein Mindestmaß an Unterhaltungswert verfügen. Lommel aber will nur verstören, was ihm durchaus gelingt, sofern man den Film auf die Leistungen aller Beteiligten herunterbricht. Die Laiendarsteller stören da noch am wenigsten, selbst wenn sie jeden noch so banalen Wortfetzen mit fahrlässiger Unnatürlichkeit schmücken. Der Knackpunkt ist (einmal mehr) die Regie, bei der sich Digitalkamerabilder hektisch überlagern oder mit Verfremdungseffekten überladen werden.

Ohne roten Faden und ohne handwerkliches Geschick zerstört der arg eigenwillige Thriller-Torso jede Brücke zum Betrachter. Da ist nichts, aber auch rein gar nichts, was die Rezeption dieser qualvoll inhaltsleeren 82 Minuten rechtfertigen würde. Wenn die Konzentration denn überhaupt so lange vorhält. Experimentierfreude in Ehren, dieser Streifen aber ödet in seiner nichtssagenden Undefiniertheit einfach nur an. Ein durch und durch miserables Machwerk.

Wertung: (1 / 10)

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