Communicaution – Unfixed (2014, Flix Records)

communicaution-unfixed2014 war ein gutes Jahr für Eric Rosenfeld. Mit seiner Band VERSUS YOU feierte er mit dem jüngsten Album „Moving On“ Erfolg, die Single „Be Better Than Me“ schaffte es in der Heimat Luxemburg bis ins Radio und zahlreiche Konzerte wurden im internationalen Raum auch gespielt. Doch anstatt sich auszuruhen, nutzte er den Flow und nahm seine zweite Platte als Solokünstler auf. Unter dem Namen COMMUNICAUTION hatte Rosenfeld bereits 2006 das Debüt „This Monkey is an Artist“ vorgestellt. Warum es satte acht Jahre für eine Fortsetzung brauchte? Offensichtlich lagen die Prioritäten an anderer Stelle. Umso willkommener ist das von ihm auf „Unfixed“ präsentierte Kontrastprogramm.

Melancholisch, unaufdringlich, sympathisch. Das sind die Worte, die den Langspieler am ehesten umschreiben. Die Stimmungslage erinnert an die Allein-Auftritte von MILLENCOLIN-Frontmann Nikola Sarcevic. Mit dem Unterschied, dass Rosenfeld nicht bloß als Singer/Songwriter in Erscheinung tritt, sondern insbesondere auf Schlagzeugbegleitung setzt. Das wirkt immer noch reduzierter als die übliche Mannschaftsstärke und doch interessanter als der übliche Junge mit der Gitarre. Wobei er auch diese Folk-beeinflusste Seite auf „Come Clean“ und „Take Your Time“ zwischenzeitlich einbringt.

Dass „Unfixed“ ein sehr persönliches Album geworden ist, verdeutlicht zum Einstieg bereits „Only Sounds OK”, in dem es heißt:

„This is all I’ve ever wanted to do, I keep it rough and I keep it true. I don’t care if nobody listens, I don’t need nobody’s blessing.“

Für seine kleinen Rekapitulationen veranschlagt Rosenfeld meist um die zwei Minuten. Eine willkommene Ausnahme ist „Make No Sound“, der schwelgerischste und zugleich einnehmendste Beitrag. An unspektakulären Hits (solchen wie „Life Takes a Lifetime“ oder „Fly High“) mangelt es nicht, allein der starke Chorus aber lässt die Nummer unweigerlich hervorstechen. Bei „Run On Empty“ kommt neben der Akustik- auch die Stromgitarre zum Einsatz. Auch dies sporadisch rockige vorwärtsrollen wirkt sympathisch. Dessen Spitze wird mit „Someone By My Side“ erklommen, das zum Abschluss Rock n’ Roll reicht. Allein unterwegs sein ist manchmal eben auch richtig schön.

Wertung: 7.5 out of 10 stars (7,5 / 10)

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