Bracket – When All Else Fails (2000, Fat Wreck)

bracket-when-all-else-failsNach „Novelty Forever“ ließen BRACKET drei Jahre verstreichen, ehe sie mit „When All Else Fails“ ihr fünftes Album präsentierten. Die Band, hier erstmals mit dem neuen Gitarristen Angelo Celli, gab später an, dass sie die knapp bemessene Zeit im Studio dazu zwang, manch im Vorfeld geplante Idee zu verwerfen. Doch selbst wenn die Scheibe für ihre Urheber im Gesamtkontext ein wenig unvollendet erscheint, der Hörer nimmt davon keine echte Notiz.

Auffällig ist – insbesondere gemessen am eröffnenden „Everyone Is Telling Me I’ll Never Win, If I Fall In Love With a Girl From Marin“ – das im Vergleich zum Vorgänger bisweilen deutlich gesteigerte Tempo. Hinter dem steht die Power-Pop-Komponente, die u.a. bei „Me vs. the World“ oder „Yoko Oh-No“ luftig leicht ausgespielt wird, ein gutes Stück zurück. Fans der eher klassisch rockigen Punk-Ausrichtung dürfte es freuen. Doch stehen auch hinter „When All Else Fails“ unverkennbar BRACKET, wenn die Platte auch insgesamt geradliniger und damit eine Spur weniger abwechslungsreich erscheint.

Unbestritten ist dennoch die Eingängigkeit von Songs wie „Parade“, „No Brainer“, bei dem Produzent Fat Mike am Songwriting feilte und Gitarre spielte, „S.O.B. Story“ oder „Suicide Note“, während die rockige Ausrichtung der Gitarren bei „Spazz“ und „Cynically Depressed“ deutlich zur Geltung kommt. Und ohne „Warren’s Song“ (hier „Pt. 9“) geht es natürlich auch diesmal nicht. So ist „When All Else Fails“ eine insgesamt schicke Platte. Für die Verhältnisse von BRACKET nur eben eine ohne gesteigertes Überraschungspotenzial.

Wertung: (7 / 10)

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