Born From Pain – In Love With the End (2005, Metal Blade Records)

born-from-pain-in-love-with-the-endAuch der klassische Hardcore ist längst nicht mehr das, was er einst war. Untergraben und influenziert vom Mainstream, überschwemmt von ewig die gleichen Akkorde und Phrasen schmetternden Combos, liegt dies zerklüftete musikalische Betätigungsfeld längst brach. Behaupten können sich meist nur die, die schon lange im etablierten Oberhaus stehen – und dort auch kaum mehr wegzudenken sind. SICK OF IT ALL ist eine solche Band, AGNOSTIC FRONT eine andere.

Als eine der Metropolen und gleichzeitig unerschütterliche Stilrichtung des Genres ist der ´Big Apple´ New York zu benennen, der auch in Zeiten von massenmedial erschlossenem Metal-Core des Schlages HATEBREED seine Position mit starker Hand behaupten kann. Dies belegen auch BORN FROM PAIN mit ihrem Metal Blade Records-Debüt „In Love With the End“. Zwar ist das fünfköpfige Gespann in den Niederlanden ansässig, doch bedient deren über zehn Songs – in etwas mehr als einer halben Stunde Spielzeit in den Äther gegrölt – entfesselte Brachial-Attacke punktiert jenen Geist der amerikanischen Ostküste. Druckvoller denn je dröhnen BORN FROM PAIN aus den Lautsprechern und huldigen dabei klassischen Vorreitern des Schlages PRO PAIN – oder bereits erwähnten AGNOSTIC FRONT.

Die Riffs bersten vor Aggression, die Vocals ebenso. „In Love With the End“ gelingt das Kunststück, traditioneller Elemente zum Trotz zeitgemäß zu klingen. Dabei steht der Metal-Anteil deutlich im Vordergrund, doch garantiert eine kurzweilige Konstante und die verbesserte Rezeptur eingespielter Schemata stimmungsvolles Gebolze auf gediegenem Niveau. Ohne Ausfälle, aber auch ohne nennenswerte Höhepunkte manövrieren BORN FROM PAIN ihren dritten Langspieler routiniert durch eingeschworene Mechanismen. Bissig und kraftvoll, allerdings ohne neue Ideen.

Wertung: (6,5 / 10)

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