Born From Pain – Dance With the Devil (2014, Beatdown Hardwear/Soulfood)

born-from-pain-dance-with-the-devilDer Hardcore allein genügt BORN FROM PAIN nicht. Denn wo Schmerz draufsteht, da muss gefälligst auch Schmerz drin sein! Ihre Musik transportiert dies Credo durchweg und verpackt es in eine wilde Mischung aus Metal und Hardcore, die mit standardisiertem Metal-Core aber kaum in Einklang zu bringen ist. Mit stampfenden Rhythmen, fetten Grooves und kernigen Breakdowns sind die üblichen Zutaten zwar vertreten, ihre Verflechtung vollzieht sich aber nicht selten im Stile des klassischen Crossover-Gedankens, bei dem Versatzstücke durcheinandergewürfelt werden, wie und wann es gerade beliebt. Innovativ ist der Sound der Niederländer keineswegs. Dafür aber erfreulich effektiv. Das zeigt sich auch auf „Dance With the Devil“, ihrer mittlerweile siebten Langrille.

Um die immer wieder eingestreuten Sprachsamples zeichnet der Fünfer abermals ein düsteres Weltbild. Gemessen an den aktuellen politischen und religiösen Konflikten wahrlich kein Wunder. So zetern und wüten sich BORN FROM PAIN durch ein dreckiges Dutzend wütender Brecher, das, wie etwa „Chokehold“ oder der Titeltrack zeigen, aber auch vor melodischerer Ausprägung und prägnanten Refrains nicht zurückschreckt. Dabei wird natürlich nichts geboten, was nicht auch Bands wie EARTH CRISIS oder ALL OUT WAR in der Vergangenheit bereits aufgefahren hätten. Aber die Versiertheit, mit der die Erwartungshaltung hier in moderate Begeisterungsschwälle umgemünzt wird, nötigt doch einigen Respekt ab. Ganz zu schweigen davon, dass einem die ballernde Produktionsgüte glatt die Schuhe auszieht. Diese Form der Brachialität lässt man sich doch gern gefallen.

Wertung: (7 / 10)

scroll to top