Betontod – Entschuldigung für Nichts (2012, Better Than Hell)

betontod-entschuldigung-fuer-nichtsZwanzig Jahre sind BETONTOD nun schon im Geschäft. Etwas dicker vielleicht erst seit dem letzten Album „Antirockstars“. Doch mit dem fix folgenden „Entschuldigung für Nichts“ schicken sich die Rheinberger an, genau solche zu werden. Das haben ihnen zuletzt schon die BROILERS vorgemacht, denen man dies vor ein paar Jahren in diesen Dimensionen wohl auch kaum zugetraut hätte.

Doch auch abseits all der rockig melodischen Brocken mit vielen Background-Chören und ein bisschen Pathos hinterlassen BETONTOD ihre Spuren. Es scheint so, als wollten sie es mit ihrem neuen Output wirklich wissen. Anders ist eine Ballade wie „Im Himmel“ wohl nicht zu erklären. Allerdings klingt der Gesang in genau jenen ruhigen Momenten nicht immer rund. Das raue Organ kommt bei den härteren Songs einfach besser zur Geltung.

Zwischendurch tummeln sich sogar ein paar Metal-Riffs zwischen dem Mix aus Punk und Rock. Inhaltlich machen sich BETONTOD Luft, ohne aber bis an die Grenzen zu gehen. Sie beziehen Stellung, teilen ihre Meinung mit, aber bewegen sich immer im grünen Bereich. Natürlich dürfen auch Zusammenhalt und Freundschaft auf der Tagesordnung nicht fehlen, siehe zum Beispiel das hymnische „Egal wohin es geht“. Auch ene Saufhymne wie „Hömmasommawommanomma” darf nicht fehlen. Fakt ist, egal wie man es nun drehen und wenden mag, mit solch einem Album gewinnt man Hörer hinzu. Nicht jeder Song mag überzeugen, aber vor Vergleichen mit etablierten heimischen Rockgrößen müssen sich BETONTOD gewiss keine Sorgen machen.

Wertung: (6,5 / 10)

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