Riverboat Gamblers – The Wolf You Feed (2012, Volcom)

riverboat-gamblers-the-wolf-you-feedLive klingen die RIVERBOAT GAMBLERS – Herkunft Texas – roher als auf zumindest den letzten beiden Alben. Vor „Underneath the Owl“ war das noch etwas anders, da klangen die Jungs um Frontsau Mike Wiebe auch aus der Konserve nach dem Rotz und der unbändigen Energie ihrer Live-Shows, bei denen allen voran ihr Sänger den Platz als formidablen Entertainer und Derwisch für sich beansprucht. Fakt aber ist, ihr neues Album „The Wolf You Feed“ klingt anders als der Vorgänger, die zuvor veröffentlichte EP war da bereits mehr als ein kleiner Hinweis drauf.

Mit dem Opener „Good Veins“ zündeln die RIVERBOAT GAMBLERS früh am Rock ‘n Roll herum. Der Song entfacht ein kleines dreckiges Feuer, ohne auf die melodischen Spielereien zu verzichten. Melodischer dann gleich „Bite My Tongue“ für ein trinkfreudiges Stelldichein mit guten Freunden. Die Hosen bleiben grundsätzlich dreckig und staubig, auch mit „Soliloquy“, bevor die Band mit „Gallows Bird“ einen plötzlich verstörenden, langsamen und fünf Minuten langen Schwenker nimmt. Im Anschluss geht es nach diesem Bruch wieder in die gewohnte Spur. Staub und Rotz wirbelt die melodischen Fragmente auf, bei denen man sich den wild umhertanzenden Mike Wiebe ganz genau vorstellen kann. „The Wolf You Feed“ ist anders, aber irgendwie doch so typisch für diese Band. Räudig und dreckig, dazu aber auch liebevoll und melodisch.

Wertung: (7 / 10)

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