Betontod – GlaubeLiebeHoffnung (2010, DIY)

betontod-glaube-liebe-hoffnungDer Name BETONTOD weckt Erinnerungen. Nicht allein an die Band selber, sondern insbesondere an die (nun ja) gute alte Zeit des Deutsch-Punk, als Sampler-Reihen wie „Schlachtrufe BRD“ eine neue Generation wütender Phrasendrescher etablierte. Zu denen lässt sich auch der 1990 gegründete Fünfer vom Niederrhein zählen. Selbst wenn von der Ur-Besetzung kaum jemand übrig blieb. In Eigenproduktion brachten die Jungs ihr viertes Studioalbum „GlaubeLiebeHoffnung“ auf den Weg – und fanden sich plötzlich in den deutschen Albumcharts wider.

Doch keine Angst, mit Ausverkauf hat die zünftig rockende Scheibe nichts zu tun. Mit gesteigerter Originalität allerdings auch nicht. Die wuchtigen Melodien werden kaum variiert, den Unterschied machen die gern auch mal mehrstimmigen Refrains, bei denen Sänger Meister streckenweise sogar vom versoffen anmutenden Grölen ablässt. Die Texte sind durchaus tiefsinnig, mal mit Schwulst und vor allem Pathos („Stadt der Licht“) versehen, aber in sich durchweg stimmig und mit einigen Singalong-Passagen ausgestattet. Das abschließend balladeske „Widerstand“ wartet noch mit einem SLIME-Zitat auf und entlässt den Zuhörer nicht zwingend begeistert, aber doch durchaus überzeugt.

Wertung: (6,5 / 10)

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