Bad Religion – The Empire Strikes First (2004, Epitaph Records)

bad-religion-the-empire-strikes-firstErst mal Glückwunsch an die Herren Greffin, Gurrewitz & Co. Denn das Punkrock-Urgestein BAD RELIGION feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Ein Vierteljahrhundert zwischen begeisternden Auftritten, mitreißenden und wegweisenden Alben, aber auch dem einen oder anderen Hänger. Diese beziehen sich dann vornehmlich auf die späten 90er Jahre, in denen Brett Gurrewitz sich bekanntlich lieber anderen Dingen widmete und in denen die verbliebenen Mitglieder die musikalische Qualität ihrer Klassiker „Suffer” oder „Generator” nie auch nur im Ansatz erreichen konnten.

Doch 2002 schaffte man noch einmal die Kehrtwende, indem man zurück zu Epitaph wechselte und auch Gurrewitz wieder zu seinen alten Weggefährten stieß. Das Resultat, „The Process of Belief”, konnte sich durchaus hören lassen und zeigte eine wiedererstarkte Band, die nun knappe zwei Jahre nach ihrer „Wiedergeburt“ ihr neues Album „The Empire Strikes First” veröffentlicht. Der Titel deutet schon an, dass BAD RELIGION wieder ernste Themen politischer wie sozialer Natur ansprechen und den Finger dahin legen, wo es weh tut. Natrlich verpacken sie dies auf bewährte musikalische Art und Weise. Dazu bleibt zu sagen, dass die Band ihre Talsohle wohl endgültig überwunden hat und mit ihrem neuen Output beinahe an die richtig guten alten Zeiten anknüpfen kann. Musikalisch gibt es zwar nichts Neues, doch besinnt sich die Band auf ihre Stärken und liefert hier eine Vielzahl schneller und melodischer Punkrock-Songs mit vielen Oooohs und Aaaahs.

„Sinister Rouge“ ist so ein Song, der von Sekunde eins an treibend ist und bei dem man den fünf Herren ihr für Punkrock-Verhältnisse fortgeschrittenes Alter in keinster Art und Weise anhört. Dabei ist die erste Single samt dazugehörigem Video „Los Angeles is Burning“ noch nicht einmal stellvertretend für das Album zu sehen, welches auf ganzer Breite doch deutlich härter ausfällt als diese Nummer. Stimmung verbreiten auch Titel wie „Social Suicide“, „Atheist Peace“ oder „God´s Love“, die einfach nur zeigen, dass BAD RELIGION noch lange nicht aufs Abstellgleis gehören und man auch noch in den nächsten Jahren mit dieser Band rechnen muss.

Wertung: (7,5 / 10)

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