Terror – The Walls Will Fall (2017, Pure Noise Records)

Bei Bands wie TERROR gibt es über neue Veröffentlichungen eigentlich nicht viele Worte zu verlieren. Das Hardcore-Flaggschiff um den inbrünstigen Schreihals Scott Vogel legt Output um Output bemerkenswerte Dampframmen vor und beweist dabei bestenfalls überschaubaren Variationsspielraum. Gemessen an der Energieleistung, die sie dabei stets abrufen und über ihre Musik transportieren, bleibt dieser vermeintliche Malus aber konstant zu vernachlässigen.

Wenn sich bei TERROR eines ändert, dann sind es die Label-Partner. Für ihre neue EP „The Walls Will Fall“ haben sie bei Pure Noise Records angeheuert. Auf ihren Sound hat das selbstredend keinerlei Einfluss. Die fünf gewohnt kompromisslosen Nackenbrecher mit Metal-Zuschuss knüpfen nahtlos ans letzte Album „The 25th Hour“ (2015) an und peitschen aggressiv wie eh und je aus den Boxen. Verblüffend ist, gerade gemessen an der verschwindend kurzen Spielzeit von unter neuneinhalb Minuten, die Hit-Ausbeute.

Als typischer TERROR-Song überrollt der Opener „Balance the Odds“ den Hörer mit preschendem Rhythmus und Gangshouts. Diesem zünftigen Einstand folgt das mit sattem Groove versehene „Kill ‘Em Off“, das auch dank des reichhaltigen Gruppengegröles vor Publikum wirksam einheizen sollte. Der Titeltrack drückt etwas mehr aufs Gas, während „No Love Lost“ mit barschen, herrlich angepissten Shouts aufwartet. Den Schlusspunkt markiert der Old-School-Hammer „Step to You“, bei dem wiederum mehrstimmig gebrüllt wird.

Es bleibt TERROR schlicht anzumerken, dass sie auch nach 15 Jahren im Geschäft noch von Lust und Leidenschaft getrieben werden. Das zeichnet sie aus, das macht auch „The Walls Will Fall“ zum Pflichtprogramm für Hardcore-Jünger.

Wertung: 7.5 Stars (7,5 / 10)

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