All For Nothing – Minds Awake / Hearts Alive (2017, Redfield Records)

Schuster, bleib’ bei deinen Leisten. Verinnerlicht haben dies Credo auch ALL FOR NOTHING. Die Niederländer liefern seit rund 14 Jahren beständig nach vorn strebenden Hardcore, der sich von den meisten Genre-Vertretern moderner Prägung vorrangig dadurch unterscheidet, dass mit Cindy van der Heijdenshares ein weiblicher Schreihals den Platz am Mikro beansprucht. Entsprechend geringe Veränderungen hat der Sound des Fünfers seit der Veröffentlichung ihrer letzten Scheibe „What Lies Within Us“ (2014) erfahren. Ein Nachteil ist das keineswegs, weiß man bei den Rotterdamern doch genau, woran man ist. Den neuerlichen Beweis erbringt ihr fünfter Langspieler „Minds Awake / Hearts Alive“.

Die darauf enthaltenen 13 Stücke werden in angenehm überschaubaren 32 Minuten abgehandelt. Ansonsten bleibt alles beim Alten: Metallische Gitarren treffen auf punkige Rhythmen und werden von kraftvollen Shouts und vereinzelten Singalongs begleitet. Die Erhöhung des Metal-Anteils ist dabei noch als größte Entwicklung zu bezeichnen. Allerdings führt diese dazu, dass die Platte insgesamt eine Spur wuchtiger erscheint. Der Rest ist gefälliges Wüten und Poltern mit bewährter „Lass dich nicht verbiegen“-Botschaft, bei dem mit  „The Other Side“, „One Spark“ oder „Yet to Come“ amtliche Hits serviert werden. Die ganz großen Räder werden mit „Minds Awake / Hearts Alive“ zwar nicht gedreht, aber das wird von ALL FOR NOTHING auch niemand ernsthaft verlangt haben. Von daher: ein gelungenes Pit-Feuerwerk.

Wertung: 7.0 Stars (7,0 / 10)

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