The Vendetta – Ultraumatic (2007, Street Justice Records)

Sprichwortzitation die x-te: Wer nicht hören will, muss fühlen. Oder an THE VENDETTA ausgerichtet: Wer (das) hören will, ist selbst schuld. Die Mailänder Krachkapelle vergreift sich nicht nur an 80‘s-Hardcore, Metal und Speed-Rock, sondern ein ums andere Mal auch im Ton. Überhaupt legt die Band herzlich wenig Wert auf kreatives Vermögen. Die Riffs bleiben saft-, die Stimme kraftlos. Die Geschwindigkeit soll‘s richten. Tut sie aber nicht. Und weil auch der Sound reichlich unspektakulär daherkommt, ist das Ergebnis von geradezu erschütternder Belanglosigkeit.

Wie gewollt und nicht gekonnt wursteln sich die Jungs durch die Früchte, deren Saat Bands wie MOTÖRHEAD oder THE EXPLOITED über die Jahre gestreut haben. Auf der Bühne mag das funktionieren, und sei es nur als reine Tributcombo. Auf Platte – zu allem Überfluss noch „Ultraumatic“ betitelt – erscheint die Kluft zwischen Original und Fälschung aber derart gewaltig, dass der schematische wie nachhaltig ermüdende Raubzug nur knapp am Fiasko vorbeischrammt. Als Dreingabe gibt es die acht Tracks der „Terror Nation“-EP noch obendrauf. Da bluten nicht nur dem Probanden auf dem Cover die Ohren.

Wertung: (4 / 10)

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