Terror – Live By the Code (2013, Century Media)

terrorlivecodeEs dürfte nicht weiter verwundern, fände sich im Lexikon unter dem Begriff „Kompromisslosigkeit“ eine Auflistung der TERROR-Discographie. Seit 2002 frönen die Kalifornier Metal-influenziertem Hardcore, dessen Wandlungsspielraum von enormer Überschaubarkeit geprägt ist. Mal mehr, mal weniger metallisch werden recht kurz gehaltene Brecher vom Stapel gelassen, die vom schweren Los des Seins künden, die Einigkeit der Szene beschwören oder den Blick der „Anderen“ auf selbige skizzieren.

Stumpf war dabei seit jeher Trumpf und umso mehr überrascht die (relative) Eingängigkeit, mit der Plärrhals Scott Vogel und Mitstreiter jede neue Platte zu einem für sich beständigen Erlebnis machen. Das gilt ohne Frage auch für „Live By the Code“, Album Nummer sechs. Die Tiefgründigkeit des Kontextes lässt sich einmal mehr bereits am Titel ermessen. Die inbrünstige Überschreibung des eigenen Selbst an Genre und Attitüde geht einher mit den üblichen „Live’s not fair“-Phrasen.

Aber TERROR laufen wie eine gut geölte Maschine, bei der man stets im Voraus jede Bewegung erahnen kann. Ihnen daher Langeweile attestieren zu wollen, wäre aber schlicht infam. Denn es ist schon eine Kunst, den gleichen Song in der x-ten Variante auf Konserve zu bannen und trotzdem noch immer einen Hunger nach mehr zu hinterlassen. Zum fröhlichen Mitzetern laden sie dank üppiger Gangshouts (siehe Titeltrack) ohnehin wieder ein. Wer will da schon Vergleiche zu den Vorgängern ziehen? Die Abstriche sind – wenn überhaupt – sowieso marginal.

Wertung: (7,5 / 10)

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