Terror – The 25th Hour (2015, Century Media)

terror-the-25th-hourTERROR sind TERROR sind TERROR. Damit ist eigentlich alles gesagt. Denn auch „The 25th Hour“, das siebte Album der kalifornischen Hardcore-Vorkämpfer, ist so knallhart wie berechenbar. Gestört hat das noch nie. Doch es führt mittlerweile unweigerlich zu Abnutzungserscheinungen. Aber die Scheibe gibt der Anhängerschaft mit bemerkenswerter Leidenschaft, wonach es sie verlangt. Und das mit einem wütenden Rundumschlag, der kaum kostbare Lebenszeit verstreichen lässt. Schließlich veranschlagen die Mannen um den passionierten Schreihals Scott Vogel für 14 Tracks diesmal kaum mehr als 20 Minuten.

Länger sollte es grundlegend auch nicht dauern, das zugehörige Review auf den Bildschirm zu bringen. Tut es aber doch, schließlich fliegt die Plate derart fix am Hörer vorbei, dass es fraglos mehrere An- und Durchläufe braucht, um sich ein umfassendes Bild vom neuen Material zu verschaffen. Der eröffnende Titeltrack etwa probt instrumental den liebgewonnen Metal-geprägten Hardcore-Aufstand und lässt Vogel erst in den letzten Sekunden von der Leine. Beim folgenden „No Time for Fools“ wird wieder einmal der alte „Born on the rough side“-Geist bemüht, der kurz vor Ende auch bei der schleppenden Familienabrechnung „Both of You“ durchschlägt.

Zum Mitgrölen laden Nummern wie „Bad Signs“, „Deep Roots“ oder das melodisch angehauchte „Blinded By the Lights“ ein, das mit 2:27 Minuten zugleich den umfangreichsten Song des Albums stellt. In „Sick and Tired“ wird kurz (genauer etwas mehr als eine Minute) mit Szene-Posern abgerechnet, bei „Mind At War“ der Klassiker SUICIDAL TENDENCIES zitiert. Sattsam bekannt – und weniger Metal-beeinflusst als zuletzt – ist das sicher, erfreulicherweise aber noch immer angemessen frisch. Das beständige Geschick sowie zarte Variationen bei Rhythmus und Geschrei sorgen für das Salz in der Hardcore-Suppe. Von akuter Austauschbarkeit kann bei einem solch brachialen Durchmarsch daher keine Rede sein.

Wertung: (7 / 10)

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