Strike Anywhere – In Defiance of Empty Times (2012, Bridge Nine Records)

strike-anywhere-in-defiance-of-empty-timesWieder Bridge 9, wieder ein Akustik-Live-Album. Absender sind diesmal die Polit-Punks von STRIKE ANYWHERE, die ihr rüde-melodisches Treiben in eher sanft aufbereiteter Form vor Publikum ausbreiten. Was aber unlängst bei den Kollegen von POLAR BEAR CLUB – mit denen die Band aus Virginia im Juli 2011 in Rochester die Bühne teilte – noch ordentlich funktionierte, führt bei den Mannen um den quirligen Schreihals Thomas Barnett schnell zu Überdruss. Für den kämpferischen Punk mag dessen Organ wie eine Faust wirken, die zielgerichtet vor- und zurückschnellen kann. Die Reduktion auf Stimme und Gitarre steht ihm aber nur bedingt. 

Der karitative Zweck des akustischen Ausflugs zugunsten des „Industrial Workers of the World“-Zweigs in Richmond ist fraglos ehrbar. Doch selbst knüppelharte Fans von STRIKE ANYWHERE dürften die „In Defiance of Empty Times“ betitelte Live-Zusammenstellung aus zwei Gigs nur äußerst eingeschränkt als Pflichtprogramm betrachten. Die Auswahl der entschleunigten Tracks überzeugt (u.a. „I’m Your Opposite Number“, „Timebomb Generation“), die Soundqualität des zweiten Mitschnitts, der immerhin fünf der insgesamt 11 Songs umspannt, jedoch nicht. Da hilft auch nicht wirklich weiter, dass die abschließenden „Extinguish“ und „Sunset on 32nd“ von vielen Kehlen aus dem Publikum begleitet werden.

Wertung: (5 / 10)

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