Satanic Surfers – The Usurper (2018, Mondo Macabre Records)

Die SATANIC SURFERS, da gibt es nichts zu diskutieren, sind eine Punk-Institution. Im Laufe ihres mittlerweile bald drei Jahrzehnte währenden Werdegangs haben die Schweden unzählige Fans rund um den Globus gewonnen und sechs (reguläre) Langspieler vorgelegt, von denen nicht wenige das Prädikat „Klassiker“ verdient haben. Natürlich ist diese Sicht der Dinge streng subjektiv gefärbt. An der Klasse von Band und Musik ändert das jedoch wenig.

Das letzte Output des Fünfers, die Platte „Taste the Poison“, geht auf das Jahr 2005 zurück. Wenig später lösten sich die SATANIC SURFERS auf. Die Wiedervereinigung erfolgte 2014. Was als zögerliche Rückbesinnung auf den Spaß früherer Tage begann, mündete bald in neue Ambitionen. Aus der resultiert nun „The Usurper“, die erste Studioaufnahme von Sänger Rodrigo und Mitstreitern seit 13 Jahren. Der Titeltrack der gleichnamigen 7“ bildet einen Vorgeschmack auf das kommende Album „Back From Hell“.

Der mit Rodrigos mittlerweile aufgelöster Ex-Band ATLAS LOSING GRIP abrechnende Song ist ein waschechter Hit mit sattem Vorschub, hymnischen Gesangsparts und metallischen Gitarren – und dürfte damit exakt jeder Erwartung der alten Fangemeinde gerecht werden. Die exklusive B-Seite, „Skate, Don’t Care“, verfügt ebenfalls über ein im Aufbau derb rockiges Volumen, ehe der geschwind nach vorn gepeitschte Punk das Zepter übernimmt.

Die Ode an die Gleichberechtigung auf dem Rollbrett zeigt Rodrigos Stimme im Refrain überraschend wandlungsreich und erfüllt daneben vor allem einen Zweck: die Steigerung der Vorfreude auf die neue Platte. Die SATANIC SURFERS sind zurück, mit Wucht, Verve und einem Sound, der das Gros ihrer früheren Veröffentlichungen locker in den Schatten stellt. Da kommt Großes auf uns zu!

Wertung: (7,5 / 10)

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