Retaliate – Dead in the Eyes of Salvation (2004, Filled With Hate Records)

retaliate-dead-in-the-eyes-of-salvationDonnergrollen, prasselnder Regen, verhalten einsetzendes Klavierspiel. Betörender und zugleich Interesse erweckender könnte eine auditive Introduktion wohl kaum beschaffen sein. Gemütlichkeit macht sich breit, während im Inneren die Frage gewälzt wird, auf welch infame Weise diese klangliche Poesie wohl in den musikalischen Grund gestampft werden wird. Denn jene Eröffnungsklänge bilden den Auftakt der Debüt-EP von RETALIATE, einem sechsköpfigen belgischen Gespann mit offenkundiger Aversion gegen die schönen Seiten des Lebens.

Entsprechend kompromisslos zeigt sich sein markerschütterndes Tagewerk gesäumt von der technisch versierten Verquickung der wenig zimperlichen Spielweisen des Death-Metal und Hardcore. Zweistimmig gebellte Vocals zwischen schnaubendem Fauchen und wütendem Brüllen künden in guten Texten von der dunklen Seite der menschlichen Seele. „Dead in the Eyes of Salvation“ bietet über ein halbes Dutzend Songs mitunter etwas strapaziösen Brutalo-Hardcore zwischen BA’AL und SIX FEET UNDER. Weder originell noch vor formaler Andersartigkeit strotzend, bleibt unter dem Strich eine saubere Debütscheibe. Für Fans des rabiaten Sektors daher eine solide Empfehlung.

Wertung: (6,5 / 10)

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